Angesichts der weiltweiten Bankenkrise hätte man sich dazu entschlossen, die geplante zusätzliche Abgabe vorerst auf Eis zu legen, erklärte Finanzminister Dionisio Borda. Um eine Konsolidierung des Haushaltes anzustreben und auch die lokalen Steuereinnahmen zu erhöhen, sei die Exportsteuer zwar eine gute Option, jedoch nicht dringend erforderlich, so Borda weiter.
Den Staatshaushaltsplan für das kommende Jahr hat Borda bereits mit 7 Milliarden Dollar veranschlagt, während eine Gegenfinanzierung bislang noch nicht vollständig ist. Mit den Steuern sollte primär der Reingewinn im Sojaexport belastet werden.
Das Soja eine der Haupteinnahmequellen der Wirtschaft ist, verdeutlicht der wachsenden Sojaanbauflächen und die hohen Deviseneinnahmen. Hatte die Ernte im letzten Jahr 6 Millionen Tonnen Soja eingebracht, war die Produktion in diesem Jahr noch um weitere 2 Millionen Tonnen angewachsen.
Laut Dr. Georg Birbaumer, Mitarbeiter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und Berater für landwirtschaftliche Entwicklung der aktuellen Regierung, ist die Einführung der Exportsteuer auf Soja und Fleisch für die Entwicklung Paraguays sehr wichtig. “Eine Besteuerung des Rohsoja hat vor allem zur Folge, dass angefangen wird darüber nachzudenken, wie das Rohprodukt weiterverarbeitet werden könnte.” Er erklärte zudem, “dass wenn nur das Rohprodukt verkauft würde, keinerlei Wertschöpfung im eigenen Land stattfindet und man weiterhin sehr stark von den Preisen von Rohstoffen abhängig bleibt“.



















