Günstige Grundstückspreise und hohe Bodenfruchtbarkeit wirken wie Magneten auf Investoren

Die niedrigen Kosten für paraguayischen Boden sowie das hohe Produktionspotential sind, vor allem im Vergleich mit den sonst so wirtschaftlich erfolgreichen Nachbarländern, für Immobiliengeschäfte und Investitionen in die Landwirtschaft von enormem Vorteil. Während derartige Geschäfte auf internationaler Ebene in den letzten Monaten aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise etwas eingefroren sind, konnte Paraguay aufgrund der guten internen Bedingungen sogar einen Anstieg verzeichnen.

Jorge Luis Rejis Núñez, Agraringenieur mit Mastertitel sowie landwirtschaftlicher Berater und Experte im Bereich der Finanzanalyse von landwirtschaftlichen Geschäften erklärt, dass der Grundstückswert in Paraguay um einiges angehoben werden müsste, um an die Grundstückspreise der übrigen Nachbarländern heran zu reichen. Dort würde Boden wesentlich teurer verkauft.

Laut Núñez würde in Paraguay so viel Kapital angelegt werden, da keine Unterschiede zwischen ausländischen und inländischen Investoren gemacht würden. Wer in Paraguay über eine permanente Aufenthaltsgenehmigung verfügt, könne ohne Problem Land erstehen. Da dieses hier billiger und fruchtbarer ist, als in den umliegenden Ländern, komme viele der Landbesitzer, die paraguayischen Grund und Boden besitzen bzw. Kapital hier investieren, aus den Nachbarländern.

Bei genauer Betrachtung der Investitionen im Agrarbereich, kann man vor allem bei der Trennung von Immobilien- und Produktionsgeschäft feststellen, dass der bloße Grundstückshandel in den Regionen des Landes interessanter zu sein scheint in welchen der Wert des Bodens nicht im Bezug zu dessen Fruchtbarkeit und Produktionspotential steht.

Der Experte erklärt weiterhin, dass obwohl in Paraguay keine Statistiken über die Entwicklung des Grund- und Bodenpreises existierten, erst kürzlich ein Preisanstieg bei den Immobilien beobachtet werden konnte, der nun jedoch durch die Krisensituation eingefroren wurde. Sowohl die paraguayischen als auch die ausländischen Investoren scheinen nun zu warten, wie sich die Zukunft entwickle, so Nuñez.

Dennoch seien Nachfrage und Angebot in Paraguay trotz kleiner Einfrierung durch die Weltwirtschaftskrise ausgeglichen. Vorhersagen von internationalen Institutionen gingen ebenfalls von einem konstanten Wachstum der Lebensmittelnachfrage in den nächsten 10 bis 20 Jahre aus. Die lasse darauf schließen, dass Agrargeschäfte weiterhin gute Investitionsmöglichkeiten seien. Nuñez zufolge sei für den informierten Investor mit ausreichend Kapital nun der geeignete Zeitpunkt, um den durch die Krise entstandenen Vorteil von billigen Grundpreisen für sich zu nutzen und gewinnbringend zu investieren.

Man müsse jedoch damit rechnen, dass sie eine Investition erst nach einer Zeitspanne von 10 bis 15 Jahren finanziell rentiere. Verlustgeschäfte seien eigentlich auszuschließen, da der Boden kaum an Wert verlieren könne.

Paraguay sei ein Land, das noch nicht sämtliche seiner vorhanden Produktionsmöglichkeiten nutze, und wesentlich mehr produzieren könne. So bestünden zum Beispiel sehr gute Vorbedingungen zur Erhöhung der Produktionskapazitäten vor allem in den Bereichen Soja und Fleisch.

In Paraguay stehe noch genügend Böden zur Verfügung, um die landwirtschaftliche Produktionsfläche in der „Region Oriental“ sogar noch zu verdoppeln.

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