Die Baumschule Paraneg in Villa Elisa veranstaltet eine Bonsai-Ausstellung.
Von Sarah Huber
Bonsai, die Kunst der Topfpflanzen, stammt ursprünglich aus dem fernen Osten und besteht darin, eine Harmonie zwischen den Elementen, der belebten Natur und dem Menschen darzustellen. Während Fels oder Kies Naturkäfte verkörpern, ist der Baum das Symbol für das natürliche Leben. Das Menschliche wird durch die von Menschenhand gemachte Pflanzschale dargestellt. Es handelt sich um eine Gartenkunst, bei der Sträucher und Bäume in kleinen Gefäßen zur Wuchsbegrenzung gezogen und ästhetisch durchgeformt werden. Die Kunde von der uralten Kunst ist natürlich schon längst bis in den Westen vorgedrungen und hat dort ihren Siegeszug begonnen. Auch in Paraguay, genauer in einem Ort südlich von Asunción, wird das kunstvolle Bonsai-Handwerk mittlerweile ausgeübt. Helmut Krieger besitzt hier seit vielen Jahren eine Baumschule und kann auf seinem vier Hektar großen Grundstück bis zu 2000 verschiedene Pflanzenarten vorweisen. „Bei der Arbeit an einem Bonsai verbinden sich Natur, Handwerk und Kreativität“, erläutert Krieger. „Das Arbeiten an den Pflanzen macht unglaublich viel Spaß und bringt viel Abwechslung im Trubel des Alltags.“ Zum dritten Mal veranstaltet er nun eine Ausstellung seiner Exemplare. Im Zeitraum ab der Karwoche bis zum Muttertag am 10. Mai werden durchgängig von Montag bis Sonntag viele verschiedene Bonsaibäume zu sehen sein. Sowohl ganz junge, noch unbearbeitete Pflanzen, so genannte Präbonsais, als auch schon ältere und ausgearbeitete Bäume werden gezeigt und verkauft. Unter den vielen verschiedenen Arten sind zum Beispiel Buchsbäume, Feigenbäume, Bananen und auch die typisch paraguayischen Yvapurú- oder Lapachobäume. Wer sich näher für die außergewöhnliche Kunst interessiert, kann seine Kreativität auch selbst testen und in Gruppenkursen sein Talent als Bonsaikünstler entdecken. „Ansonsten stehen ich und meine Mitarbeiter für jegliche Fragen zur Verfügung“, so Krieger. Die Baumschule Paraneg befindet sich in Villa Elisa an der Kreuzung Avenida Picco und Ypacaraí.



















