Immobilienpreise fallen in den Keller

In der Immobilienbranche hört man immer öfter das Wort „Preisverfall“ in Zusammenhang mit Grundstücksverkäufen. Verantwortlich dafür werden die Gewalttaten im Inland und die weltweite Finanzkrise gemacht. Spekulanten freuen sich über billige Einkäufe.

Hector Cristaldo, der Vorsitzende der Union der landwirtschaftlichen Produktionsgremien (UGP) spricht von einem „kräftigen” Verfall der Preise ländlicher Immobilien. Schuld daran sind seiner Meinung nach die Demonstrationen, Landbesetzungen und Gewalttaten im Inland, die vor allem ausländische Investoren abschrecken. Er berichtet weiter, dass sich Paraguay im letzten Jahr noch an vielen Besuchern aus dem Ausland erfreute, die sich zuerst das Land anschauten und anschließend Immobilien kauften, „die gute Preise erzielten“. Dies stehe im starken Kontrast zu der momentanen gebremsten Nachfrage nach ländlichen Grundstücken durch ausländische Investoren. Zusätzliche werde die Immobilienbranche noch durch die weltweite Finanzkrise belastet, die vielen Investoren kein Budget zum Investieren übrig ließe, erklärt Cristaldo. Alice Neufeld, die schon seit vielen Jahren im Immobiliengeschäft tätig ist und oft für ausländische Investoren die passenden Grundstücke oder Estancias sucht, bekräftigt die Aussagen von Hector Cristaldo in Bezug auf die Immobilienbranche. Sie weiss jedoch auch von einigen Investoren zu berichten, die sich sehr günstig den Traum von einer riesigen Estancia erfüllen konnten und jetzt mehr Ressourcen übrig haben, um ein erfolgreiches Geschäft aufzubauen.

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