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	<title>Farmland &#124; Online-Magazin &#187; Tourismus</title>
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		<title>Buenos Aires – Eine elektrisierende Stadt mit rauem Charme</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 13:47:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mona Contzen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Buenos Aires mutet auf den ersten Blick europäisch an. In langen Fußgängerzonen finden sich alle Geschäfte mit Rang und Namen. Im Zentrum der argentinischen Hauptstadt erinnern öffentliche Bauten &#8211; vom.. <a href="http://www.farmland-online.com/mona/6168/buenos-aires-%e2%80%93-eine-elektrisierende-stadt-mit-rauem-charme/">Artikel lesen!</a>]]></description>
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<div id="attachment_6191" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><em><em><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-6191" href="http://www.farmland-online.com/mona/6168/buenos-aires-%e2%80%93-eine-elektrisierende-stadt-mit-rauem-charme/buenos-aires_1-2/"><img class="size-medium wp-image-6191" title="Buenos Aires_1" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/04/Buenos-Aires_11-112x150.jpg" alt="" width="150" height="198" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Die Casa Rosada ist eines von vielen Gebäuden mit europäischer Architektur.</p></div>
<p><em>Buenos Aires mutet auf den ersten Blick europäisch an. In langen Fußgängerzonen finden sich alle Geschäfte mit Rang und Namen. Im Zentrum der argentinischen Hauptstadt erinnern öffentliche Bauten &#8211; vom Kongress bis hin zur Casa Rosada, deren Balkon durch die Auftritte von Evita berühmt wurde, &#8211; und große Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert gar an Paris. Doch erst ein Streifzug durch die verschiedenen Barrios der Metropole enthüllt ihren wahren Charakter. </em></p>
<p>Steinerne Mausoleen stehen auf dem Friedhof im schicken Stadtteil Recoleta dicht gedrängt, bilden enge Gassen, über die Engel und allerlei Heiligenfiguren wachen. Morsche Türen, von denen der Lack schon lange abgeblättert ist, verbergen die dahinter liegenden Särge. Zerbrochene Fensterscheiben enthüllen hier und da verstaubte Urnen. An einigen Stellen haben sich Pflanzen im bröckligen Putz der alten Grabmäler eingenistet. Katzen liegen auf den Steinen in der Sonne und weichen ihren ehemaligen Besitzern nicht von der Seite. Ausschließlich Angehörige der argentinischen Elite werden hier prunkvoll zur letzten Ruhe gebettet. Überall schlendern Touristen umher und bestaunen die kleinen Kirchen, die mal in schlichtem schwarzen Marmor gehalten sind und manchmal mit römisch anmutenden Säulen und riesigen Kreuzen verziert sind. Über dem Gelände liegt eine Friedhöfen eigene Ruhe. Die Stimmen der Besucher sind gedämpft und das Klicken der Kameras vermehrt sich nur vor dem einfachen Grab der berühmten Evita.</p>
<div id="attachment_6192" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><a class="highslide" onclick="return   vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-6192" href="http://www.farmland-online.com/mona/6168/buenos-aires-%e2%80%93-eine-elektrisierende-stadt-mit-rauem-charme/buenos-aires_2/"><img class="size-medium wp-image-6192 " title="Buenos Aires_2" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/04/Buenos-Aires_2-200x150.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem berühmten Friedhof Recoleta hat auch Evita   ihre letzte Ruhe gefunden.</p></div>
<p>Hinter den großen Friedhofstoren herrscht plötzlich geschäftiges Treiben. Die Touristen lachen wieder. Die Einheimischen preisen an kleinen Marktständen landestypische und –untypische Waren an. Farbenfrohe Tango-Bilder, Holzspielzeug, bunte Strickwaren, Schmuck und günstige Lederartikel aller Art wetteifern um das Geld der Touristen. Die Verkäufer sind freundlich und plaudern lieber als zu handeln. Einige Jongleure üben ihre Tricks, Kinder tollen umher. Die Geschäfte gehen gut – gleich zwei Geldautomaten sind bereits am frühen Nachmittag leer. Etwas abseits hat eine Band ihre Musikinstrumente aufgebaut und animiert die Zuhörer mit schnellen Rhythmen zum Mittanzen und –klatschen. Die Menschen sitzen im Gras, schlürfen Cocktails oder nippen an ihren Bierflaschen. Buenos Aires zeigt sich in Recoleta von seiner gelassenen Seite.</p>
<div id="attachment_6193" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-6193" href="http://www.farmland-online.com/mona/6168/buenos-aires-%e2%80%93-eine-elektrisierende-stadt-mit-rauem-charme/buenos-aires_4/"><img class="size-medium wp-image-6193" title="Buenos Aires_4" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/04/Buenos-Aires_4-200x150.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Tanz- und Trommelgruppen feiern in den Straßen von San Telmo.</p></div>
<p>Lebhafter und ausgefallener präsentiert sich das einstige Künstlerviertel San Telmo. Auch hier zieht ein Markt, der die engen Straßen aus Kopfsteinpflaster säumt, wahre Touristenhorden an. Die echte Attraktion sind aber nicht die angebotenen Waren, sondern die kunterbunte Mischung an Menschen, sie sich in dem regen Treiben zwischen den gealterten Herrenhäusern etwas dazu verdient. Sobald der bekannte Antiquitätenmarkt auf der kleinen Plaza Dorrego abgebaut ist, übernehmen brasilianische Trommel- und bolivianische Tanzgruppen den Platz. Mit lauten Rhythmen, Trillerpfeifen und Mädchen, die ihre Hüften schwindelerregend schnell schwingen lassen, locken sie ihre Zuschauer in Windeseile an. Einige Meter weiter bewegen sich Tänzer aller Schichten und Altersgruppen mehr oder weniger graziös zu sanften Tangoklängen. Die Pausen zwischen den Musikstücken werden vom Applaus der Touristen gefüllt, die dicht gedrängt ihre Kameras zücken, um eine Atmosphäre festzuhalten, die es so wohl nur in Buenos Aires gibt.</p>
<p>Die Straße hat sich im Laufe des Tages zwar geleert, an jeder Ecke versammeln sich aber auch spät abends noch vor allem junge Menschen, um echte Unikate zu bestaunen. Ein Alleinunterhalter, der seine Gitarre, Trommel, Rassel und allerlei andere Instrumente mit Bob Dylan-Texten zu übertönen versucht, wird frenetisch bejubelt. Ein Künstler, der sich von Bob Marley-Klängen inspirieren lässt, hat eine kleine Fangemeinde um sich versammelt. Im Schneidersitz warten die Zuschauer geduldig darauf, dass die Spritz- und Schmiertechnik des jungen Mannes, dessen Kleidung kaum von seinem Gemälde zu unterscheiden ist, zu einem Ergebnis führt. Lebenskünstler, kreative Köpfe und leidenschaftliche Tango-Tänzer scheinen in diesem Viertel zusammen zu kommen, um den Touristen das Südamerikagefühl und die Lebensfreude zu vermitteln, die sie in Buenos Aires suchen.</p>
<div id="attachment_6201" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-6201" href="http://www.farmland-online.com/mona/6168/buenos-aires-%e2%80%93-eine-elektrisierende-stadt-mit-rauem-charme/buenos-aires_7-4/"><img class="size-medium wp-image-6201 " title="Buenos Aires_7" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/04/Buenos-Aires_73-127x150.jpg" alt="" width="120" height="142" /></a><p class="wp-caption-text">Kreative Anwohner haben Caminito zu einem Magneten für Touristen gemacht.</p></div>
<p>Caminito kündigt sich schon einige Querstraßen vor der eigentlichen Touristenattraktion mit vereinzelten bunten Häusern an. Die zwei Straßen im Arbeiterviertel La Boca selbst sind aber so farbenfroh, dass sich Besucher unwillkürlich fragen müssen, ob sie in einem Vergnügungspark gelandet sind. Die Häuser strahlen in leuchtendem Blau, Gelb und Rot, lokale Künstler stellen ihre grellen Werke aus, Restaurants werben mit riesigen Tango-Schildern und entsprechenden Tanzeinlagen um Gäste, lebensgroße Fußballerfiguren aus Pappmaché locken Kunden in die ewig gleichen Souvenirläden und schmucke Tänzer stehen den Touristen als</p>
<div id="attachment_6207" class="wp-caption alignright" style="width: 122px"><a class="highslide" onclick="return   vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-6207" href="http://www.farmland-online.com/mona/6168/buenos-aires-%e2%80%93-eine-elektrisierende-stadt-mit-rauem-charme/buenos-aires_6-4/"><img class="size-medium wp-image-6207 " title="Buenos Aires_6" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/04/Buenos-Aires_63-112x150.jpg" alt="" width="112" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Buenos  Aires - Hauptstadt des Tango</p></div>
<p>Fotomotiv zur Verfügung. An die Wellblechfassaden der einfachen Gebäude  haben die geschäftstüchtigen Anwohner Balkone mit winkenden Figuren angebracht. Jedes Haus im armen Hafenviertel ist ein Foto wert und so werden die knipsenden Stop-and-go-Touristen fast permanent von den Angestellten der verschiedenen Restaurants und anderen Dienstleistern &#8211; bis hin zum Diego Maradonna-Double &#8211; auf Schritt und Tritt verfolgt.</p>
<p>Palermo Viejo, ein kleiner Teil der grünen Yuppie-Oase Palermo, gilt als Ausgehmeile der argentinischen Hauptstadt. Das alte Palermo lockt nicht nur mit seiner Partyatmosphäre Besucher an, sondern verführt auch mit kulinarischen Genüssen. Das von der Backpacker-Bibel „Lonely Planet“ als bestes ausgegebene Steakhaus „La Cabrera“ ist bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Die Wartezeit kann sich locker eine Stunde hinziehen – dafür gibt es ein Gläschen Sekt und einen Snack aufs Haus. Wer endlich einen der begehrten Tische ergattert hat, für den hat sich das Warten gelohnt. Rund zehn Euro kostet hier ein 400-Gramm-Steak inklusive verschiedener kleiner Beilagen und Saucen. Die Tische drohen unter dem Gewicht der aufgetischten Speisen zusammen zu brechen und die Gäste stöhnen vor lauter Völlegefühl bevor sie sich ins rege Nachtleben der Hauptstadt stürzen. In unzähligen Bars treffen Ausländer und Einheimische aufeinander, um das internationale Flair der Metropole in sich aufzunehmen.</p>
<div id="attachment_6212" class="wp-caption alignleft" style="width: 122px"><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-6212" href="http://www.farmland-online.com/mona/6168/buenos-aires-%e2%80%93-eine-elektrisierende-stadt-mit-rauem-charme/buenos-aires_9/"><img class="size-medium wp-image-6212" title="Buenos Aires_9" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/04/Buenos-Aires_9-112x150.jpg" alt="" width="112" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Jede Stadt hat ihre rauhe Seite.</p></div>
<p>Erst wenn in den frühen Morgenstunden der Heimweg angetreten wird, offenbart Buenos Aires seine rauhe Seite. Straßenkehrer in gelben Warnwesten fegen ganze Müllberge zusammen, mit allerlei Kritzeleien beschmierte Mauern umgeben heruntergekommene Wohnblocks, Obdachlose schlafen in Hauseingängen. Der Charakter der Stadt ist vielschichtig – mal sanft und ruhig, mal stürmisch und leidenschaftlich, bunt und verrückt, dann wieder wohlerzogen und welterfahren, aber eben auch schäbig und trist. Gerade wegen dieser Mischung aus europäischer Kultiviertheit und südamerikanischem Chaos verfällt fast jeder Besucher dem Charme von Buenos Aires.</p>
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		<title>Abenteuer Cerro Corá – Zwei Deutsche im Niemandsland</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 13:18:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mona Contzen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Paraguay kann kein Meer und keine weißen Sandstrände vorweisen. Obwohl das Land im Herzen Südamerikas den idealen Ausgangspunkt für Abstecher zu den angrenzenden Nachbarstaaten darstellt, das Klima mit einer jährlichen.. <a href="http://www.farmland-online.com/mona/5974/abenteuer-cerro-cora-%e2%80%93-zwei-deutsche-im-niemandsland/">Artikel lesen!</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<div id="attachment_5975" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><em><em><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-5975" href="http://www.farmland-online.com/?attachment_id=5975"><img class="size-medium wp-image-5975" title="cerro corá_1" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/03/paraguay2-203-200x150.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Der Nationalpark Cerro Corá bietet neben Flora und Fauna auch Kultur</p></div>
<p><em>Paraguay kann kein Meer und keine weißen Sandstrände vorweisen. Obwohl das Land im Herzen Südamerikas den idealen Ausgangspunkt für Abstecher zu den angrenzenden Nachbarstaaten darstellt, das Klima mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 25 Grad angenehm warm und die Bevölkerung ausgesprochen gastfreundlich ist, lässt der Massentourismus auf sich warten. Lediglich rund 400.000 Besucher werden jedes Jahr verzeichnet. Da ein Großteil dieser Reisenden von den unschlagbar günstigen Preisen angelockte Kauftouristen aus Südamerika sind, verirren sich nur wenige Europäer und Nordamerikaner zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten wie den historischen Jesuiten-Missionen oder in einen der Nationalparks, die mit einer einzigartigen Flora und Fauna aufwarten. Zwar steigen die Besucherzahlen stetig um einige Prozentpunkte, der „Tourismus-Masterplan“ des Tourismus-Sekretariats Senatur scheint aber noch nicht richtig zu greifen. Ein Ausflug zum Nationalpark Cerro Corá zeigt: die touristische Infrastruktur des Landes steckt noch in den Kinderschuhen.</em></p>
<p>Freitag, zwölf Uhr nachts. Wir besteigen in Asunción den Reisebus, der uns zum Parque Nacional Cerro Corá bringen soll. Da uns die beiden Busfahrer versichern, rechtzeitig Bescheid zu sagen, wann wir aussteigen müssen, versuchen wir ein paar Stunden zu schlafen. Die Sitze sind komfortabel, die Klimaanlage rauscht aus allen Düsen.</p>
<div id="attachment_5976" class="wp-caption alignleft" style="width: 122px"><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-5976" href="http://www.farmland-online.com/?attachment_id=5976"><img class="size-medium wp-image-5976" title="Cerro Corá_2" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/03/paraguay2-206-112x150.jpg" alt="" width="112" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Der Bus hält - kein Mensch ist weit und breit zu sehen</p></div>
<p>Fünf Stunden später werden wir langsam unruhig. Wir erinnern die Fahrer an unser Ziel und plötzlich versteht niemand mehr, wo genau wir hin wollen. Nach langen Diskussionen auf Spanisch, bei denen das typisch paraguayische Nuscheln die Verständigung sichtlich erschwert, stoppt unser Gefährt schließlich auf einer Landstraße. Es ist stockdunkel, es regnet. Kein Mensch ist weit und breit zu sehen.</p>
<p>Samstag, halb sechs Uhr morgens. Ein großes Holzschild verkündet offiziell, dass wir uns tatsächlich am Eingang zum Nationalpark befinden. Dahinter schlägt ein roter Sandweg eine Bresche durch das ansonsten undurchdringliche Dickicht. Da die Sicht höchstens 50 Meter beträgt und wir uns lebhaft an die Information erinnern, in dieser Gegend seien bereits Jaguarspuren gesichtet worden, wagen wir uns nicht vom Fleck. Stattdessen diskutieren wir, wer von uns beiden im Ernstfall beruhigend auf das Tier einredet und wer mit den Zweigen wedelt, um es zu verscheuchen. Zum Glück haben wir die Telefonnummer eines der Parkranger. Die Nummer schon, nur keinen Handyempfang, stellen wir entsetzt fest. Doch so schnell lassen wir uns nicht entmutigen. Wir stellen unser kleines Köfferchen, randvoll mit Essen – man weiß ja nie –, unter einen Baum, setzen uns und frühstücken erstmal.</p>
<p>Samstag, halb sieben Uhr morgens. Das Tageslicht lässt nicht allzu lange auf sich warten. Mutig schultern wir Koffer und Taschen und marschieren los. Das Besucherzentrum ist schnell gefunden, nur flott das Gepäck abgestellt und auf geht es in die Wildnis.</p>
<div id="attachment_5977" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a class="highslide" onclick="return  vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-5977" href="http://www.farmland-online.com/?attachment_id=5977"><img class="size-medium wp-image-5977" title="Cerro Corá_3" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/03/paraguay2-139-200x150.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Weg ins Nirgendwo </p></div>
<p>Fünf Stunden wandern wir durch den Park, fotografieren eifrig die Vegetation und freuen uns über jedes Insekt, das wir zu sehen bekommen. Wir bestaunen die Denkmäler, die an Mariscal Francisco Solano López’ letzte Schlacht im Dreibundkrieg 1870 erinnern, und wundern uns über die Büsten der Heldengalerie mitten im Urwald. Da sich der Parkranger offenbar nicht sicher ist, wie lange der Bus zu den nahe gelegenen Wasserfällen braucht – er spricht mal von zwei und dann wieder von vier Stunden – beschließen wir die Heimreise anzutreten.</p>
<p>Samstag, fünf Uhr nachmittags. Auf Geheiß des Rangers stehen wir wieder an der Landstraße von der vergangenen Nacht und warten auf den angekündigten Fünf-Uhr-Bus. Leider fährt der Bus, der schließlich kommt, nicht nach Asunción und der Fahrer erklärt uns freundlich, aber bestimmt, dass es um diese Zeit keinen Bus in die Hauptstadt gebe. „Erst wieder um zehn.“ Also nehmen wir einen Umweg über Pedro Juan Caballero in Kauf, nur um festzustellen, dass die Busse hier auch nicht viel häufiger fahren. Wir kaufen ein Ticket für die Fahrt um 19.30 Uhr, werden aber sofort darauf hingewiesen, dass wir diese Fahrkarte auch zwei Stunden später noch benutzen können – nur falls der erste Bus gar nicht erst kommt. Er kommt nicht.</p>
<p>Samstagabend, 22 Uhr. Völlig geschafft lassen wir uns in die weichen Sitzpolster eines Reisebusses fallen. Bis Asunción brauchen wir noch ungefähr sieben Stunden, dann ist das Abenteuer überstanden.</p>
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		<title>Eine Busfahrt, die ist lustig…</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 13:17:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mona Contzen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[35 Kilometer mit dem Bus – das kann nicht allzu lange dauern. Das zumindest denkt der verwöhnte Europäer, der an Haltestellen und Fahrpläne, Dienstvorschriften und geteerte Straßen gewöhnt ist. Aber.. <a href="http://www.farmland-online.com/mona/5986/eine-busfahrt-die-ist-lustig%e2%80%a6/">Artikel lesen!</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5987" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-5987" href="http://www.farmland-online.com/?attachment_id=5987"><img class="size-medium wp-image-5987" title="Ybycuí_1" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/03/paraguay2-199-200x150.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Busfahrt kann kulturelle Differenzen aufzeigen</p></div>
<p>35 Kilometer mit dem Bus – das kann nicht allzu lange dauern. Das zumindest denkt der verwöhnte Europäer, der an Haltestellen und Fahrpläne, Dienstvorschriften und geteerte Straßen gewöhnt ist. Aber in Paraguay ticken die Uhren eben anders – und die Busfahrer erst recht.</p>
<p>Im Dorf Ybycuí jedenfalls muss sich der Busfahrer nach seiner ausgedehnten Siesta erst einmal stärken. Kaum hat er die ersten Fahrgäste eingeladen, hält der Bus schon wieder an. Der hungrige Fahrer kann den Rauchschwaden eines kleinen Straßengrills einfach nicht widerstehen. Verständlich, zumal zur Mittagszeit. Mit vollem Bauch und guten Vorsätzen geht die Fahrt weiter – zumindest bis zur nächsten Straßenecke. Da nämlich fällt dem Chauffeur der armen Leute ein, dass er auch Durst hat. Gemächlich klettert er aus dem Fahrzeug und schüttet sich lässig an die Bar gelehnt eine Cola in den Rachen. Verständlich, bei der Hitze. Im unklimatisierten Bus rinnen den Fahrgästen derweil die ersten Schweißperlen das Gesicht herunter. Trotzdem bleibt die Stimmung selbst beim dritten Stopp – ein paar Kumpels mussten schnell begrüßt werden – noch ungetrübt.</p>
<p>Wer den armen Fahrer jetzt für einen egoistischen und faulen Zeitgenossen hält, der bei der Ausübung seines Berufs nicht sonderlich viel Pflichtbewusstsein an den Tag legt, hat noch nicht verstanden wie anders die Uhren und die Busfahrer in Paraguay tatsächlich ticken. Das Prinzip des „Wart’ mal, mir fällt da grad was ein“ kann nämlich durchaus auf andere Personen ausgeweitet werden.</p>
<div id="attachment_5988" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-5988" href="http://www.farmland-online.com/?attachment_id=5988"><img class="size-medium wp-image-5988" title="Ybycuí_2" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2010/03/paraguay3-024-200x150.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Geselliges Beisammensein im Bus - der terreré darf dabei nicht fehlen</p></div>
<p>Ein älterer Herr schwenkt seine terreré-Thermoskanne. Kein Problem! Der Bus wartet, während der Mann in Seelenruhe an einer Tankstelle die Kanne auffüllt. Zu den sichtbaren Schweißperlen gesellt sich langsam ein unangenehmer Geruch. Die Luft im Fahrzeug steht. Viel Fahrtwind gab es nicht auf den fünfzig Metern, die der Bus bereits zurückgelegt hat. Ein Fleischgeschäft und zwei Einkäufe später holpert der Bus dann auch endlich auf einer Sandstraße abenteuerlich dahin – keine Geschäfte weit und breit zu sehen. Aber auch keine Haltestellen. Und so stoppt der verständnisvolle Fahrer den Bus eben vor nahezu jedem Haus. Eineinhalb Stunden sind inzwischen vergangen, aber zum Glück gibt es in Paraguay ja keine Fahrpläne.</p>
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		<title>Dem Himmel so nah – Sternwarte soll Touristen anlocken</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 19:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mona Contzen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Jesuiten-Ruinen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Jesuiten-Bauten von Encarnación werden für Touristen jetzt noch interessanter. Das nationale Tourismus-Sekretariat Senatur will Besuchern die Sterne näher bringen und die Ruinen noch in diesem Jahr durch eine Sternwarte.. <a href="http://www.farmland-online.com/mona/5698/dem-himmel-so-nah-%e2%80%93-sternwarte-soll-touristen-anlocken/">Artikel lesen!</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Jesuiten-Bauten von Encarnación werden für Touristen jetzt noch interessanter. Das nationale Tourismus-Sekretariat Senatur will Besuchern die Sterne näher bringen und die Ruinen noch in diesem Jahr durch eine Sternwarte bereichern.</p>
<p>Das 400 Millionen Guaraníes teure Projekt Buenaventura Suárez, benannt nach der Gründerin des zweiten Beobachtungszentrums des südamerikanischen Kontinents, soll neben der meteorologischen Beobachtungsstation eine Bibliothek und einen Lesesaal beheimaten.</p>
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		</item>
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		<title>Das 4-Sterne Hotel Westfalenhaus in Asuncion</title>
		<link>http://www.farmland-online.com/alice/5259/das-4-sterne-hotel-westfalenhaus-in-asuncion/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 08:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Online-Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit seinem Restaurant Piroschka ist das Hotel Westfalenhaus das erste nach der Qualitätsnorm "ISO 9001" zertifizierte Hotel in Paraguay.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5260" title="Bild_Westfalenhaus_Hotel_kleiner" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/11/Bild_Westfalenhaus_Hotel_kleiner1.jpg" alt="Bild_Westfalenhaus_Hotel_kleiner" width="352" height="299" /></p>
<p>Mit seinem Restaurant Piroschka ist das Hotel Westfalenhaus das erste nach der Qualitätsnorm &#8220;ISO 9001&#8243; zertifizierte Hotel in Paraguay.</p>
<p>Das Familienhotel liegt in einem ruhigen und zugleich zentralen Stadtteil von Asunción.</p>
<p>Es ist der ideale Ausgangspunkt für Sie, um Ausflüge innerhalb der Stadt oder in die nähere Umgebung sowie sonstige Freizeitaktivitäten durchzuführen. Der Botanische Garten, der Zoo, das Indianerreservat der Maká, das EXPO-Gelände sowie viele andere attraktive Ziele sind in wenigen Minuten mit dem Auto oder per Bus zu erreichen.</p>
<p>Hotel Westfalenhaus<br />
Sgto. M. Benitez 1577<br />
Casilla de Correo 13061<br />
1749  Asunción<br />
Paraguay</p>
<p>Tel.: +595 (0)21 292 374<br />
Fax: +595 (0)21 291 241</p>
<p>E-Mail: hotel@westfalenhaus.com</p>
<p>Webseiten:</p>
<p>www.de-paraguay.de<br />
www.paraguay-aparthotel.de<br />
www.paraguay-aktuell.de<br />
www.deutsch.paraguay-restaurant.de<br />
www.paraguay-search.com<br />
www.paraguay-aktuell.de<br />
www.paraguay-aktuell.info</p>
<p>Galardones Internacionales &#8211; Internationale Auszeichnungen &#8211; International Awards:<br />
&#8220;Certificado Internacional de Calidad &#8220;ISO 9001&#8243;<br />
&#8220;International Certificate of Quality &#8220;ISO 9001&#8243;<br />
&#8220;Internationales Qualitätszertifikat &#8220;ISO 9001&#8243;<br />
&#8220;Certificado DEHOGA First Class Hotel 4 estrellas 2006&#8243;<br />
&#8220;DEHOGA Certificate First Class 4-Star-Hotel 2006&#8243;<br />
&#8220;Zertifiziert DEHOGA First Class Hotel 4 Sterne 2006&#8243;</p>
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		<item>
		<title>Bewundert und bedroht: Die Wüstenperle</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 08:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tabea</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Altiplano]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Salar de Uyuni]]></category>
		<category><![CDATA[Uyuni]]></category>

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		<description><![CDATA[Die westbolivische Hochebene ist als Tourismusgebiet noch wenig entwickelt. Sein Potenzial ist längst nicht erschöpft, doch wird es schon jetzt falsch genutzt. Mensch und Natur leiden darunter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Tabea Vorwergk</p>
<p><em>Die westbolivische Hochebene ist als Tourismusgebiet noch wenig entwickelt. Ihr Potenzial ist längst nicht erschöpft, doch wird es schon jetzt falsch genutzt. Mensch und Natur leiden darunter.</em></p>
<p><strong>Weder Aufstieg noch Fall: Wahre Blütezeiten hat die Region um Uyuni kaum erlebt<br />
</strong><br />
<img class="alignleft size-medium wp-image-3898" title="salzebenekakteen1" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/08/salzebenekakteen1-200x150.jpg" alt="salzebenekakteen1" width="200" height="150" />„Diese raue, einsame, ja weltferne Gemeinde scheint heute nur noch für die Touristenströme zu existieren, die sich von hieraus hinaus in die Salzwüste wagen.“ So kommentiert einer der populärsten Reiseführer, der „Lonely Planet“, das Ambiente der kleinen Wüstenstadt Uyuni im bolivischen Altiplano.<br />
Bis Besucher die Provinzstadt endlich erreichen, sind sie zumeist schon über zehn Stunden in den engen Überlandbussen durch die bergige Ödnis Südboliviens gereist. Auf den ersten Blick scheint es, als sei man in Uyuni in einer Geisterstadt gestrandet. Tatsächlich ist der Tourismus bis heute die einzig verbliebene Lebensader der Gemeinde. Nur das kleine archäologische Museum im Zentrum und der Eisenbahnfriedhof vor den südlichen Stadttoren haben Uyunis Vergangenheit als Bergbaustadt ein Denkmal gesetzt.</p>
<p>Zwei wesentliche Konflikte prägen die Geschichte Boliviens und die der Altiplano-Region: Der Kampf um Bodenschätze und der Kampf um Zugang zum Ozean. Im bolivischen Andengebiet lagern Silber, Öl und wertvolle Nitrate. Im 19. Jahrhundert erkannte man, welch wirtschaftlich-strategischen Wert die Region der dortigen Atacamawüste für Bolivien birgt. Noch bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts gewährte man auch chilenischen Unternehmen, dort Mineralien zu fördern. Als Bolivien 1879 dann jedoch Steuern auf die geförderten Minerale erhob, besetzte Chile das kostbare Küstenland seines Nachbarstaates. In dem Krieg, der aus dieser Aktion resultierte, verlor Bolivien seinen Korridor zum pazifischen Ozean und schaffte es seither nicht mehr, sich aus seiner Verbannung zum Binnenstaat zu befreien. Als Entschädigung boten die Chilenen eine Eisenbahnverbindung zwischen Oruro (Bolivien) und Antofagasta an der Pazifikküste sowie Zollfreiheit für den bolivischen Gütertransfer. Den Status Binnenstaat wollten die Besiegten jedoch nie tatenlos hinnehmen. Ihre Bemühungen um Meereszugang halten bis in die Politik der Gegenwart an.</p>
<p>Mit der Installation der Eisenbahnverbindung im Altiplano und dem Aufstieg des Mineralhandels siedelten auch erstmals Menschen in der kargen Hochwüste um Uyuni. Dauerhaft leben wollten dort zunächst aber nur wenige, auch die Regierung hielt es für unvernünftig, in dieser abseitigen Gegend in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren. Die, die sich dennoch niederließen, waren vorwiegend Handelsmänner, die aus der Minenwirtschaft reichliche Gewinne schöpften. So wuchs aus einer Durchgangsstation für Pendler ein kleines kosmopolitisches Städtchen heran, dessen Gründer verschiedensten Nationen abstammten. Araber, Italiener, Österreicher, sogar an Jugoslawen erinnern Geschichtsschreiber heute.<br />
<strong><br />
Ein wenig Abenteuer, viel Vergnügen</strong></p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-3900" title="lamas1" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/08/lamas1-112x150.jpg" alt="lamas1" width="112" height="150" />Kosmopolitisch ist Uyuni auch heute noch – oder besser wieder: Backpacker-Touristen aus aller Welt haben im nahegelegenen Salar de Uyuni eine der schönsten Landschaftsperlen des gesamten Kontinents entdeckt. Um den größten Salzsee der Welt zu bestaunen, strömen sie nach Uyuni. Zahlreiche kleine Reiseveranstalter, qualitativ unterscheiden sie sich nur wenig, konkurrieren dabei um Touristen, die ihre Jeeps füllen. Diejenigen, die einsteigen, erwartet eine drei- oder viertägige Exkursion durch die imposante, surrealistische Szenerie des Altiplano. Eine bleibende Erfahrung werden auch die Nächte sein. Diese in den urigen Quartieren inmitten der kalten Wüste zu überdauern, ist mehr Herausforderung als Vergnügen.</p>
<p>In der Regel kommen auf einen Jeep und einen Tourguide fünf bis sieben zahlende Mitfahrer.<br />
Wie viel gezahlt wird, ist direkt davon abhängig, wie geschickt der einzelne im Spanischen zu verhandeln vermag. Meist treffen sich Anbieter und Nachfrager irgendwo zwischen 50 und 80 Euro. Bei Antritt der Wüstentour sollte man als Backpacker einige wenige Dinge in jedem Falle im Rucksack haben: Den eigenen Schlafsack, eine Rolle Toilettenpapier sowie ein gutes Beutelchen voller Kokablätter. Sinn und Zweck der ersten beiden ergibt sich. Kokablätter dagegen beleben den Kreislauf. Immerhin ist es in 3 000 bis 5 000 Metern über dem Meeresspiegel wahrscheinlich, dass einem die Höhe, im wahrsten Sinne des Wortes, zu Kopfe steigt.<br />
<img class="alignleft size-medium wp-image-3901" title="sonnenaufgang-lagune" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/08/sonnenaufgang-lagune-200x150.jpg" alt="sonnenaufgang-lagune" width="200" height="150" />Prinzipiell ist eine Reise in den Altiplano ganzjährig vor allem optisch ein eindrückliches Erlebnis. Möchte man auch den Anblick der  schneeweißen Salzebene des Salar de Uyuni nicht versäumen, sollte man jedoch im südamerikanischen Winter reisen, sprich zwischen Juni und September. Dann liegt der 12 000 km2 weite See trocken unter der Andensonne. Das Panorama ergänzen schneebedeckte Vulkane, blaugrüne Lagunen und olivfarbene Hochmoorgebiete, auf denen Alpakas und Lamas der Einheimischen grasen.</p>
<p><strong>Tourismus und wirtschaftlicher Fortschritt</strong></p>
<p>Der Altiplano, der sich vom Südosten Perus bis nach Westbolivien erstreckt, zählt zu einer der höchstgelegensten Regionen der Erde, die noch von Menschen besiedelt werden. Das bolivische Potosí ist gar die Stadt, die dem Himmel weltweit am nächsten liegt. Bei derlei Rekorden müsste der Massentourismus in der Gegend längst Einzug gehalten haben, sollte man meinen. Doch der Tourismussektor im südwestlichen Bolivien floriert nur  punktuell, so zum Beispiel um Uyuni. Die Branche entwickelt sich, doch vernetzen sich seine Akteure nicht untereinander. So bleibt der wirtschaftliche Aufschwung der Region als Ganzes noch immer aus. Das wenige Wachstum der Reisebranche hat sich sogar negativ auf den Siedlungsraum im bolivischen Altiplano ausgewirkt. Benachbarte Siedlungen sind durch den neuen Markt in plötzliche Konkurrenz zueinander geraten. Darunter haben die lokalen Netzwerke zwischen den einzelnen Dörfern extrem gelitten. Für einen nachhaltigen, stabilen Ausbau der Tourismuswirtschaft sind diese Netzwerke jedoch von existenzieller Bedeutung.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-3903" title="jeepvulkan" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/08/jeepvulkan-200x150.jpg" alt="jeepvulkan" width="200" height="150" />Derzeit mischen unzählige staatliche und nichtstaatliche Organisationen im Tourismussektor mit, unter anderen aus Bereichen wie Umweltschutz, Privatwirtschaft und indigene Rechte. Die wenigsten Dorfgemeinschaften haben es jedoch bisher geschafft, den Fremdenverkehr auch zum wirtschaftlichen Motor ihrer Heimat zu machen. Im internationalen Vergleich sind die touristischen Angebote im bolivischen Altiplano daher von sehr geringer Qualität. Den einzelnen privaten und gewerkschaftlichen Initiativen fehlen Finanzen, Verwaltungs-und Organisationskenntnisse, sowie entsprechende Mittel, um weltweit Kunden zu erreichen.</p>
<p>Die derzeitige Regierung des Landes hat das Potenzial der Zone zwar erkannt, vom wirtschaftlichen Umschwung ist man in Westbolivien aber noch weit entfernt. In den nächsten Jahren will die Regierung Morales in 2 000 gemeindebasierte Tourismusunternehmen investieren, die den Aufbau einer komplexen Reiseindustrie fördern und das Miteinander der sozialen Gemeinschaften berücksichtigen. Es bleibt die Hoffnung, dass sich der Sektor kräftig und doch behutsam entwickelt, denn der Lebens- und Naturraum  um Uyuni, Potosí und La Paz ist ebenso einzigartig wie sensibel.</p>
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		<title>Paraguay durchkreuzt</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 13:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Online-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Paraguay]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>
		<category><![CDATA[Fluss]]></category>
		<category><![CDATA[Rio Paraguay]]></category>
		<category><![CDATA[Schifffahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 10.-12. Juli bietet Crucero Paraguay eine ganz besondere Flusskreuzfahrt für Touristen an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 10.-12. Juli bietet<em> Crucero Paraguay </em>eine ganz besondere Flusskreuzfahrt für Touristen an.</p>
<p>Am Freitag, den 10. Juli, um 18Uhr wird der Luxus-Dampfer <em>Paraguay</em> in Richtung Chaco ablegen. Während der Fahrt erwartet die Passagiere ein Unterhaltungsprogramm, das Einblick in paraguayische Folklore geben soll. Während der zweitägigen Schifffahrt werden außerdem Fotoexkursionen, Ausritte oder Festlandführungen mit Biologen in den Ufergebieten entlang des Rio Paraguay angeboten. Gleichzeitig können Gäste zu Kanu- oder Angeltouren aufbrechen. Zwischenstopps sind außerdem in Villa Hayas und einer Viehstation im Chaco geplant.  Die <em>Paraguay</em> wird am Freitag in Asunción auslaufen und dort am Sonntag gegen 18Uhr wieder ankommen.</p>
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		<title>Leben und leben lassen</title>
		<link>http://www.farmland-online.com/rafaela/2527/leben-und-leben-lassen/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 07:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Paraguay]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung & Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Los Lagos Apart Hotel verbindet Natur mit Tourismus. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #008000;">Das Los Lagos Apart Hotel verbindet Natur mit Tourismus.</span><br />
Von Sarah Huber</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2529" title="loslagos-1" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/loslagos-1.jpg" alt="loslagos-1" width="269" height="152" /> Eigentlich war das Ganze ein Familienprojekt. „Ich wollte, dass meine Kinder aus der Stadt herauskommen, die Natur kennenlernen und die Ruhe auf dem Land genießen können“, erzählt José Bamberg, der als Buchhalter und Steuerberater in Asunción tätig ist. Vor drei Jahren begann er damit, in Capiatá Land zu kaufen und dort eine Freizeitanlage aufzubauen. Mittlerweile sind dort acht Hektar Naturfläche mit Parks, Wegen, Seen, Grillstellen, Tieren und Pflanzungen versehen. Das Los Lagos Apart Hotel, welches Touristen die Möglichkeit bieten soll, in natürlicher Umgebung Ferien zu machen, hat im Januar diesen Jahres seine Eröffnung gefeiert. „Ich habe mich schon immer für Tourismus interessiert, und es hat sich dann einfach angeboten, eine Anlage für Urlauber daraus zu machen“, meint Bamberg.</p>
<p>Auf dem Gebiet befindet sich teilweise ursprünglicher Wald, der erhalten wurde. Bebaut wurden allein die Freiflächen. Dort hat man unter anderem landwirtschaftliche Nutzpflanzen gesetzt, wie Bananen, Mandioca oder Mais. Besonders stolz ist man auf die junge Macadamiabaumzucht, die in einigen Jahren zu einem dichten Wald heranwachsen soll. Neben den schattenspendenden Kokospalmen, die von Natur aus hier wachsen, möchte Bamberg zudem exotische Zuchtpalmen pflanzen. In einem Gehege mitten auf dem Gelände leben Nandus, typisch paraguayische Laufvögel, gemeinsam mit bunten Papageien und Schildkröten. Auf der integrierten Farm gibt es Rinder, Schweine und Gänse. In Zukunft soll ein 3000 Meter langer Rundweg durch das Gelände führen und vor allem Schulklassen die Möglichkeit bieten, hier die heimische Pflanzen- und Tierwelt in der Natur selbst zu studieren. Der Rundweg wird durch den Wald, an einem Bach und der Viehzucht vorbeiführen. Das Wasser des romantisch angelegten Sees entspringt einer natürlichen Quelle, von der es auf dem Grundstück übrigens mehrere gibt. Untersuchungen haben ergeben, dass es sich um genießbares Trinkwasser handelt. Über den See führt einerseits ein bequemer Spazierweg, andererseits eine abenteuerliche Hängebrücke. Obwohl hier auch gebadet werden kann, besitzt die Anlage zudem ein Schwimmbad, dessen Inhalt kaum mit Chlor angereichert wird, da es mit einem neuartigen Filtersystem versehen wurde.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2530" title="los-lagos-3" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/los-lagos-3.jpg" alt="los-lagos-3" width="269" height="202" /> Einen weiteren Anziehungspunkt soll in Zukunft der Wellnessbereich darstellen. So wird zum Beispiel Wassergymnastik angeboten oder mit dafür ausgebildeten Tieren Pferdetherapie betrieben. In einem beim Architekten schon in Auftrag gegebenen Bau sollen Behandlungen der Biotherik stattfinden. Momentan befindet sich die Ausrüstung dieser in Europa schon anerkannten und verbreiteten, aber in Paraguay bisher einzigartigen CO2-Methode noch im Hauptgebäude der Anlage.</p>
<p>Wer allerdings lieber aktiv etwas für seine Gesundheit tun möchte, der kann eines der Sportangebote nutzen. Außer zum Schwimmen wird auch zum Reiten, Radfahren, Fußball- oder Beachvolleyballspielen eingeladen. In Planung sind zudem Golf- und Tennisplätze. Eine weitere Sportart, die hier ausgeübt werden kann – allerdings mehr, um zur Ruhe zu kommen – ist das Angeln. Im See befinden sich verschiedene Fischarten wie Pacus, Karpfen oder Tilapias. Eine Zubereitungsstelle für die Fische befindet sich direkt am Ufer. Mit dem Anlegen eines zweiten Sees ist gerade begonnen worden.<br />
Bisher besteht das Apart Hotel aus einem Haus, in dem sich Fremdenzimmer für acht Personen befinden. Der Anbau weiterer drei Zimmer ist in vollem Gange. Das aktuelle Angebot liegt bei 180.000 Guaraníes (circa 27 Euro) für ein Doppelzimmer mit Frühstück. Herr Bamberg hat noch große Pläne mit Los Lagos. Ein Restaurant soll entstehen und weitere Zimmer angebaut werden. Darüber hinaus sollen einige Bungalows mit eigener Kochmöglichkeit gebaut werden, in denen Familien mit Kindern genug Platz haben.<br />
Die Freizeitanlage ist als Alternative zu den Asuncióner Stadthotels gedacht. Hier können sich Touristen, fern vom städtischen Trubel erholen und die Natur genießen. „Das Ökosystem ist hier noch in Ordnung. Schnecken und Frösche verhindern zum Beispiel Moskitoplagen“, so Bamberg. „Mein Motto ist demnach: ‚Leben und leben lassen‘. Das habe ich versucht zu verwirklichen“.</p>
<p>Weitere Informationen bei José Bamberg:<br />
Tel.: (021) 558 169<br />
E-Mail: info@loslagos-aparthotel.com<br />
<a href="http://www.loslagos-aparthotel.com" target="_blank">www.loslagos-aparthotel.com</a></p>
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		<title>Villa Florida- Ein kleines Städtchen will die Welt erobern</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 22:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Paraguay]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[In stiller, friedlicher Hitze und scheinbar fernab von allem Tun und Treiben der großen weiten Welt, liegt das kleine Städtchen Villa Florida an einer Biegung des Tebicuaryflusses, 160 Kilometer südlich der Hauptstadt Asunción. Wie eine Oase in der Wüste erscheint der Ort mit seinem wunderschönen weißen Sandstrand, von sattem Grün umschlossen, inmitten der für die Gegend so typischen weiten Hügellandschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Sarah Huber</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2538" title="3-kirche" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/3-kirche.jpg" alt="3-kirche" width="448" height="336" />In stiller, friedlicher Hitze und scheinbar fernab von allem Tun und Treiben der großen weiten Welt, liegt das kleine Städtchen Villa Florida an einer Biegung des Tebicuaryflusses, 160 Kilometer südlich der Hauptstadt Asunción. Wie eine Oase in der Wüste erscheint der Ort mit seinem wunderschönen weißen Sandstrand, von sattem Grün umschlossen, inmitten der für die Gegend so typischen weiten Hügellandschaft.</p>
<p>Die Ruhe wird allein durch das aufgeregte Zwitschern der Vögel unterbrochen. Hier und da stimmen die Grillen mit ein. Während die Luft vom Duft der Blumen und dem Geruch frisch gemähten Grases erfüllt ist, glitzert das Wasser des Flusses in der Sonne und zieht gemächlich und kühlend dahin. Kleine Fischerboote säumen das Ufer, und ein mit Ruhebänken versehener Küstenweg lädt zu langen Spaziergängen entlang des in den Río Paraguay mündenden Tebicuary ein. Scheinbar gibt es nichts, was das Bild dieser Idylle trüben könnte.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2539" title="2-park" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/2-park.jpg" alt="2-park" width="448" height="336" />Die Stadt ist schon länger für ihre schöne Lage bekannt und ist mittlerweile zu einer Touristenattraktion geworden. Jeden Sommer kommen viele Menschen aus Asunción, dem benachbarten Argentinien oder sogar aus dem europäischen Spanien mit ihren Familien, um ihre Ferien hier zu verbringen und sich vom Stress des Alltags zu erholen. Denn der Ort hat den Ruf, vor allem Ruhe und Sicherheit zu bieten. In den letzten Jahren konnte so der Tourismus erheblich ausgebaut werden und gehört heute neben der Landwirtschaft und dem Fischfang zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Villa Floridas. Die Besucher des Dorfes erwarten viele Attraktivitäten. Im Zentrum befindet sich ein großer Park, dessen Bäume angenehmen Schatten spenden und auf dem man einen Spielplatz für Kinder errichtet hat. Kleine Restaurants in Flussnähe und im Dorf bieten unter anderem Milanesa de Surubí und Caldo de Surubí an, die Fischspezialitäten der Region. Natürlich kann der Surubífisch auch selbst gefangen werden, Angler sind hier gern gesehen. Nachdem im vergangenen Sommer ein zusätzlicher Strand, Yvága genannt, eingeweiht wurde, stehen den Gästen nun drei verschiedene Badestrände zur Verfügung. Der beliebteste ist der Paradiesstrand und direkt unterhalb der Brücke gelegen. Für Jugendliche ist sein Campingplatz von besonderem Interesse. Dort gibt es neben einem Volleyballfeld und einer Kantine auch Dusche und Toilette. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich Pferde auszuleihen, um einen Ausritt zu unternehmen oder Angebote des Schwimmklubs wahrzunehmen. Am Caracolstrand hat man eine Anglerzone eingerichtet.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2540" title="1-paradiesstrand" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/1-paradiesstrand.jpg" alt="1-paradiesstrand" width="448" height="336" />Viele der Familie besitzen in Villa Florida ihre eigenen Ferienhäuser. An die 150 Stück sind es mittlerweile. Aber auch Hotels sind auf dem Vormarsch. Das älteste Hotel „La Playa“ ist schon 60 Jahre alt. In den letzten Jahren sind allerdings noch einige hinzugekommen. So etwa das „Nacional de Villa Florida“, das „La Misionera“, das „La Cabaña San Francisco“, und das neueste, „Centu Cue“, hat im vergangenen Sommer seine erste Saison erlebt. Mit zwei ortsansässigen Diskotheken ist auch für die Jugend gesorgt. Villa Florida ist demnach auf dem besten Wege, sich zu einem einzigartigen Touristenort zu entwickeln. Im Gegensatz zu aus Europa bekannten, im großen Stile ausgebauten Strand- und Badeorten, verbringt man seine Ferien hier noch im Einklang mit der regionalen Kultur und Natur.</p>
<p>„Seit der neue Bürgermeister da ist, hat sich hier alles verbessert“, erzählt Maria Teresa Gonzalez, eine Verwandte des Bürgermeisters Asa J. Gonzalez. Dieser sei äußerst engagiert, was den Tourismus betreffe und arbeite eng mit der Regierung des Departement Misiones und der Senatur, dem nationalen Sekretariat für Tourismus, zusammen. „Mit 29 Jahren ist er der jüngste Bürgermeister in ganz Paraguay“, sagt sie stolz, „die Kinder bekommen jetzt eine bessere Ausbildung und haben die Chance auf eine Zukunft, die sie aus der Armut hinausführt.“ Die Touristen brächten viel Geld in die Stadt und schafften vor allem neue Arbeitsplätze. Diese positive Entwicklung soll natürlich auch weiterhin bestehen. Deshalb wurde eine Vereinbarung getroffen, an der die Senatur, das Departement Misiones und die Gemeindeverwaltung in Villa Florida beteiligt waren, und welche die gemeinschaftliche Förderung des Tourismus beinhaltet. Dabei soll es auch darum gehen, die Saisonabhängigkeit des Dorfes zu bekämpfen, denn bisher kämen die Leute nur in den Sommerferien und während der Karwoche. Zu anderen Jahreszeiten hingegen sei die Stadt zu Unrecht wie ausgestorben. In Zukunft sollen daher das ganze Jahr über Veranstaltungen stattfinden und die Touristen anlocken.</p>
<p>Auf die neuen Anforderungen, die der Tourismus bringt, hat man schon entsprechend reagiert. Mit Unterstützung der Regierung von Misiones hat der SNPP, die paraguayische Behörde für Berufsförderung, 21 Jugendliche aus Villarrica und San Juan de Bautista in einem Kurs in den Bereichen Hotelfach und Tourismus ausgebildet. Fünf der Absolventen waren offenbar im vergangenen Sommer schon als Touristenführer an den verschiedenen Stränden Villa Floridas tätig. Gleich gegenüber des paraguayischen Automobilklubs hat man eine Anlaufstelle für Touristen eingerichtet, wo sich diese über Aktivitäten und Veranstaltungen näher informieren können. Ebenso verhält es sich mit der neu eingerichteten Homepage (www.villafloridaparaguay.com). Besucher dieser Seite können sich in einem Forum über Unterkunft, Essen, Veranstaltungen und Strände austauschen. Bürgermeister Gonzalez verspricht sich auch von dem geplanten Bau eines neuen Hotels viel Arbeitsplätze und Fortschritt für sein Dorf. In Kürze soll mit den Arbeiten begonnen werden.</p>
<p>Eine Kehrseite hat das Ganze allerdings doch. Die Idylle lockt nicht nur Familien an, sondern auch Jugendliche, welche aus Asunción mit ihren Autos in den Süden fahren, um dort ihre eigenen Partys zu veranstalten. Vor zwei Jahren gab es einen Zwischenfall, bei dem eine Gruppe junger Leute an Ostern einen Autokorso in Villa Florida veranstaltete. Ausgestattet mit Alkohol und lauten Musikanlagen belästigten sie die anderen Touristen und Anwohner mit ohrenbetäubendem Gehupe. Doch damit nicht genug, begannen sie mit einer erotischen Show, wobei sich ein Mädchen völlig entblößte. Fotos davon verbreiteten sich in Windeseile über das Internet, und Villa Florida muss seither um seinen Ruf als Ferien- und Entspannungsort für Familien fürchten. Deshalb soll in Zukunft durch erhöhte Polizeipräsenz und -kontrolle für Ruhe und Ordnung gesorgt werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zurück zur Natur- Der „Parque Manantial“</title>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 20:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Paraguay]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zurück zur Natur. Der „Parque Manantial“ in Hohenau bietet Touristen Ruhe und Abenteuer auf dem Land.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zurück zur Natur. Der „Parque Manantial“ in Hohenau bietet Touristen Ruhe und Abenteuer auf dem Land.<br />
Von Sarah Huber</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2532" title="foto-1" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/foto-1.jpg" alt="foto-1" width="448" height="336" />Als Entwicklungsland ist Paraguay eines der ärmsten Länder der Welt. Dass die Natur des Landes hingegen durch ihre Ursprünglichkeit, ihre besondere Vielfalt an Tieren und Pflanzen und das einzigartige Klima um so reicher ist, gilt seit jeher als unbestreitbar. Immer mehr Menschen lernen dies zu schätzen und erkennen das Potential, das hierin steckt. So auch Ruben Pretzel, ein deutschstämmiger Landwirt aus Hohenhau, Itapúa, 35 Kilometer von Encarnación entfernt. Mit seinem „Parque Manantial“ lockt er Touristen aus aller Welt in das Gebiet des Alto Paraná und verschafft sich so eine zweite Einnahmequelle. „Dies hier ist ein Familienunternehmen, das wir vor 13 Jahren gegründet haben und nur durch Touristen aus dem Ausland weiterhin erhalten können. Bei den Einheimischen ist diese Art und Weise, die Wochenenden und Ferien zu verbringen, leider noch nicht besonders verbreitet“, so Pretzel. Seit der Wirtschaftskrise allerdings blieben mehr Paraguayer zum Urlaub machen im Land. „Aus jeder Krise gehen eben immer auch Gewinner hervor“, schmunzelt er.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2533" title="foto-4" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/foto-4.jpg" alt="foto-4" width="448" height="336" />Seit 1996 gibt es nun den „Parque Manantial“, der seinen Namen einer Quelle verdankt, die sich im Herzen des 220 Hektar großen Grundstückes befindet. Geplant war das Ganze eigentlich als kleine Ferieninsel für die Familie. Damals 1992 war Pretzel noch Busunternehmer und transportierte Touristen aus den Hotels der Umgebung zu den Jesuitenreduktionen in Trinidad und Jesús und anderem Sehenswerten in der Region. „Ich fuhr die Touristen den ganzen Tag durch die Gegend und immer fehlte ein gemütlicher Ort, an dem man das mitgebrachte Mittagessen einnehmen konnte“, erzählt Pretzel. Deshalb habe er die Leute auf sein Grundstück mitgenommen und alle seien von Anfang an begeistert gewesen. So sei die Idee, eine Art Country Club zu eröffnen, entstanden. Heute handelt es sich um einen Ort, an dem man die Natur genießen kann und gleichzeitig alles Nötige um sich hat. Pretzel beschäftigt 15-25 Angestellte. Bauernhof und Country Club in einem, ermöglichen sowohl abenteuerliche Touren durch die Weiten der paraguayischen Landschaft, als auch gepflegtes Entspannen an der Bar oder am Pool. Seit einigen Jahren gibt es zwei Freibäder, eines für Erwachsene und ein Kinderbecken. Direkt gegenüber befinden sich eine Pizzeria. Zudem können sich die Besucher auch auf einem Volleyballplatz, einem Fußballplatz oder an der Tischtennisplatte austoben. Neben dem Besuch der namensgebenden Quelle oder dem hauseigenen Steinbruch bietet Familie Pretzel Touren durch das Gelände an. Ob mit dem Traktor, auf einer alten Mennonitenkutsche oder der Ladefläche eines Trucks, abenteuerlich sind diese Touren immer. Denn es geht über Stock und Stein und auch durchs Wasser. Der Capiibaryfluss schlängelt sich in unzähligen Kurven durch das Gelände und wer ihn nicht mit dem Kraftfahrzeug durchqueren will, hat die Möglichkeit sich auf einer Seilbahn darüber hinweg zu schwingen. Das acht Kilometer lange fließende Gewässer lädt ebenso zu Schlauchbootfahrten ein. Sehr beliebt sind auch Ausritte auf  Pferden.<br />
<img class="alignleft size-full wp-image-2535" title="foto-3" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/foto-3.jpg" alt="foto-3" width="448" height="317" />Da sich der Grillplatz im Freien befindet, hat die Familie vor einigen Jahren einen Festsaal gebaut, der für circa 200 Personen Platz bietet, und wo sich wetterunabhängig Geburtstage oder Hochzeiten planen lassen. Noch kommt die Mehrzahl der Leute hier her, um unter freiem Himmel zu campen. Zwar gibt es einen Bungolow und ein weiteres Zimmer für sechs Personen. Die Nachfrage übersteigt mittlerweile jedoch das Angebot. „Wir haben immer mehr Leute, die hier eine Übernachtungsmöglichkeit suchen“, berichtet Pretzel, „in Zukunft soll der Park daher zu einem richtigen Hotel ausgebaut werden.“ Jetzt schon ist der Tourismus für die Familie neben der Landwirtschaft die wichtigste Einnahmequelle. Die Gäste kommen aus Australien, Großbritannien, Dänemark, aber auch Belgien und Deutschland. Durch die günstige Lage Paraguays inmitten des Kontinents ist es für viele Südamerikareisende ein Durchgangsland. Die Reduktionen, die Wasserfälle von Iguazú und der Itaipú-Staudamm stellen die Hauptattraktionen da.<br />
Pretzel ist überzeugt: „Man muss mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten, erst dann kommt man zu etwas“. Deshalb muss auch die ganze Familie mithelfen. Ehefrau Karla war von Anfang an dabei und auch die vier Söhne werden gebraucht. „Wir machen hier alles selbst, zum Beispiel die Rinder impfen, die Fahrzeuge reparieren oder unser Haus bauen. Von klein auf packen meine Kinder mit an.“ Der Zweitälteste möchte den Park einmal vom Vater übernehmen. Er gehört nun der dritten Generation an, die in Paraguay geboren ist. Sein Urgroßvater ist damals von Pommern hierher ausgewandert. Bis heute hat die Familie ihr Deutschtum bewahrt. Wer in den „Parque Manantial“ kommt, wird also sowohl einen bleibenden Eindruck des paraguayischen Landlebens bekommen als auch das Leben und Arbeiten einer typischen Einwandererfamilie aus Deutschland kennenlernen.</p>
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