Das Gesetzesprojekt ,,Nullabforstung”, welches dem akuten Baumschwund im Departement Alto Paraguay entgegen wirken soll, wurde gestern in der Abgeordnetenkammer besprochen.
Das Gesetzesprojekt ,,Nullabforstung”, welches dem akuten Baumschwund im Departement Alto Paraguay entgegen wirken soll, wurde gestern in der Abgeordnetenkammer besprochen.
Laut Fepama ist eine Gesetzeslücke daran Schuld, dass immer mehr Wald abgerodet wird und nicht wie es eigentlich gesetzlich vorgeschrieben ist, 25% des Waldes auf jedem Grundstück erhalten bleiben.
Die weltweite Krise hat auch die paraguayische Holz- und Forstindustrie ergriffen. Nach Angaben des paraguayischen Zusammenschlusses der Holzhändler FEPAMA (Federación Paraguaya de Madereros), hat sich der Export von Holz und Holzprodukten drastisch, um mehr als 50 Prozent, zwischen November 2008 und Januar 2009 verringert.
Ein staatliches Aufforstungsprogramm des nationalen Forstinstitutes INFONA, welches die Pflanzung von 1,7 Millionen Bäumen jährlich vorsieht, ist in Planung. Damit soll die Aufforstung von bis zu 20.000 Hektar Wald im Departement San Pedro erreicht werden.
In der letzten Legislaturperiode wurde das Gesetz 536, welches finanzielle Anreize denen gewährt, die im Land aufforsten, falsch angewendet. Zahlungen erhielten häufig Menschen, die gar nicht aufforsteten und Produzenten, die wirklich Bäume pflanzten, gingen leer aus.
Seit 2003 versucht der Brasilianische Präsident Lula da Silva die Wünsche zwischen denen, die aus dem Amazonas Gebiet einen Naturpark mit Indianer Reservat machen und denen, die eine riesige Farm daraus machen wollen, auszubalancieren. Eine Aufgabe, die nicht immer leicht ist und immer wieder der einen oder der anderen Seite vor den Kopf stößt.