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	<title>Farmland &#124; Online-Magazin &#187; Neue Märkte &amp; Trends</title>
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		<title>Paraguayisches Stevia erobert die Welt</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 15:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mona Contzen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Märkte & Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Export]]></category>
		<category><![CDATA[Stevia]]></category>

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		<description><![CDATA[Das aus Paraguay stammende Süßkraut Stevia erobert zunehmend neue Märkte: Neben den USA zeigen nun auch mehrere europäische und asiatische Staaten Interesse am Import der Steviol Glycoside. Das paraguayische Unternehmen.. <a href="http://www.farmland-online.com/mona/6087/paraguayisches-stevia-erobert-die-welt/">Artikel lesen!</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das aus Paraguay stammende Süßkraut Stevia erobert zunehmend neue Märkte: Neben den USA zeigen nun auch mehrere europäische und asiatische Staaten Interesse am Import der Steviol Glycoside. Das paraguayische Unternehmen NL Stevia hat die Herstellung des Süßungsmittels standardisiert und lässt das Produkt momentan in den USA registrieren, um es bald exportieren zu können. Verhandlungen werden Geschäftsführer Julio César Cazal zufolge derzeit auch mit Spanien, Schweden, Italien, Griechenland, Frankreich, Deutschland, Korea und der Schweiz geführt.</p>
<p>Seit 15 Monaten industrialisiert die Firma des Unternehmers Nicolás Leoz in Ypacaraí den Ka’a he’e-Rohstoff zum Süßungsmittel mit einem Reinheitsgrad von 90 bis 95 Prozent. Die getrockneten Blätter der Stevia-Pflanze sind etwa 40 mal süßer als Zucker und können als Tafelsüße, in Getränken, Süßigkeiten, Marmelade, Yoghurt, Kaugummi, Gebäck und Speiseeis verwendet werden.</p>
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		<title>Zuckerrohr als Recycling-Produkt</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 06:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Online-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Märkte & Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Zuckerrohr]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem zurückbleibenden Rest des Zuckerrohrs, haben zwei Studenten ein Material erarbeitet, dass den Gebrauch von Holz teilweise ersetzen könnte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-5515" href="http://www.farmland-online.com/?attachment_id=5515"><img class="alignnone size-full wp-image-5515" title="Zuckerrohr" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/11/Zuckerrohr.gif" alt="" width="480" height="270" /></a>Mit dem zurückbleibenden Rest des Zuckerrohrs, haben zwei Studenten ein Material erarbeitet, dass den Gebrauch von Holz teilweise ersetzen könnte.</p>
<p>Für diese Initiative sind die beiden Jugendlichen als beste Forscher des Mercosur ausgezeichnet worden. Brian Ginés und Walter Martínez sind Studenten des ersten Jahres der Mittelstufe in wissenschaftlicher Ausrichtung des Colegio Iberoamericano und nannten ihr Projekt &#8220;Madebag&#8221;.</p>
<p>Die Trester sind vorwiegend faserhaltige, feste Rückstände, die nach dem Auspressen des Saftes vom Zuckerrohr übrig bleiben. Etwa 30% des Zuckerrohres besteht aus Trester, erklärte Brian Ginés. Da in Paraguay jährlich etwa 5 Millionen Tonnen Zuckerrohr produziert werden, könne der Rückstand positiv genutzt werden. Nach der Mischung des Tresters mit einem selbst entwickelten Klebstoff erlangten die Jugendlichen ein Produkt, das dem Holz ähnlich ist. Bei einer anschließenden Untersuchung stellte das nationale Institut für Technologie und Normen, INTN, fest, dass dieses Recycling-Produkt für die Herstellung von Möbeln, Deckenbekleidung und Fertighäusern genutzt werden könnte.</p>
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		<title>Zum Schmökern, Schenken und Genießen</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 16:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tabea</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Märkte & Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsempfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Getränkehandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom schottischen Whiskey über brasilianischen Cachaça bis hin zum deutschen Jägermeister und Riesling. Im "Whiskey House" in Asunción findet man alles, was das Kennerherz begehrt. Ein Interview. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3709" title="pict0008" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/07/pict0008-100x75.jpg" alt="pict0008" width="102" height="77" />Mitten in der Asuncióner Innenstadt befindet sich ein kleiner, aber feiner Laden, der sich weit über die Landesgrenzen hinaus großer Beliebtheit erfreut. Vom schottischen Whiskey über brasilianischen Cachaça bis hin zum deutschen Jägermeister und Riesling findet der Besucher hier alles, was das Kennerherz begehrt. Das „Whisky House“ von Pedro Escobar beherbergt nämlich nicht nur die bekanntesten, besten und seltensten Whisky-Sorten, sondern fast unendlich viele alkoholische und nicht-alkoholische Getränke und Delikatessen aus der ganzen Welt.<br />
<strong><br />
Sarah Huber</strong>: Herr Escobar, wie kommt man auf die Idee, ein „Whisky House“ in Paraguay zu eröffnen?</p>
<p><strong>Pedro Escobar</strong>: Naja, ich bin in Pedro Juan Caballero aufgewachsen, einer Stadt im Osten Paraguays, direkt an der Grenze zu Brasilien. Dort gab es schon damals einen Getränkehandel, indem  ich mehrere Jahre lang als Verkäufer arbeitete. Ich hatte schon immer eine Vorliebe für feine Dinge und irgendwann war es für mich an der Zeit, mein eigenes Geschäft zu eröffnen. 1984 begann ich ganz klein, verkaufte erst drei, dann vier, dann immer mehr Flaschen pro Tag und irgendwann lohnte es sich. Besonders die Brasilianer kamen regelmäßig, um sich selbst oder ihren Liebsten etwas Delikates zu leisten.</p>
<p><strong>Sarah Huber</strong>: Und wie hat es Sie nach Asunción verschlagen?</p>
<p><strong>Pedro Escobar</strong>: Ich habe eine Asunciónerin kennengelernt und sie geheiratet. Gemeinsam mit meiner Frau habe ich dann 1991 das „Whisky House“ in Asunción eröffnet. Bis heute ist sie meine wichtigste und beste Mitarbeiterin.</p>
<p><strong><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3710" title="pict0005" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/07/pict0005-100x75.jpg" alt="pict0005" width="100" height="75" />Sarah Huber</strong>: Wie gestalteten sich die ersten Jahre in der paraguayischen Hauptstadt?</p>
<p><strong>Pedro Escobar</strong>: Das war sehr schwer damals, wie aller Anfang schwer ist. Ich erinnere mich aber noch an unsere allererste Kundin: eine Dame, die kürzlich mit 105 Jahren erst verstorben ist. Den Zahlungsbeleg bewahre ich heute noch als Dokument in meinem Schreibtisch auf. Das ist eine schöne Erinnerung. Und letztendlich ging es doch recht schnell vorwärts. Nach drei Monaten erhielten wir erste Gewinne.</p>
<p><strong>Sarah Huber</strong>: Was ist das Besondere an Ihrem Geschäft?</p>
<p><strong>Pedro Escobar</strong>: Ich denke es ist die Vielfalt, die wir unseren Kunden anbieten. Wir verkaufen Importware aus der ganzen Welt, die man in Südamerika sonst kaum bekommt. Ich würde sagen, wir sind Pioniere in diesem Bereich. Außerdem betreuen wir jeden unserer Kunden ganz persönlich. Wir erzählen und erklären viel zu unseren Produkten. Daher war es bisher auch nicht nötig, Werbung zu machen. Das hat sich alles über Mund-zu-Mund-Propaganda herumgesprochen. Mittlerweile haben wir Kunden aus dem ganzen Land und darüber hinaus auch aus Brasilien und Argentinien.</p>
<p><strong>Sarah Huber</strong>: Auf welche Produkte sind Sie ganz besonders stolz?</p>
<p><strong>Pedro Escobar</strong>: Eigentlich kann ich das so nicht sagen. Jedes Getränk, das Sie bei uns finden können, hat seine Qualität und seinen Ruf. Besonders beliebt ist allerdings – und das nicht nur bei unseren deutschen Kunden – der weltbekannte Jägermeister.</p>
<p>Das „Whisky House“ befindet sich in Asunción, Ayolas 222 c/ Presidente Franco.</p>
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		<title>Das Superschaf</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 15:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tabea</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Märkte & Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Viehhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Expo 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Santa Inés]]></category>
		<category><![CDATA[Schafzucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Santa Inés ist von muskulöser Gestalt, trägt kurzes seidiges Haar und hat sich durch ihr willensstarkes und zielstrebiges Wesen einen Namen gemacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-3478 alignleft" title="santa-ines-iii" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/07/santa-ines-iii-200x150.jpg" alt="santa-ines-iii" width="200" height="150" /><em>Von Tabea Vorwergk</em></p>
<p><em></em>Santa Inés ist von muskulöser Gestalt, trägt kurzes seidiges Haar und hat sich durch ihr willensstarkes und zielstrebiges Wesen einen Namen gemacht. Ihre Liebhaber schwärmen, Santa Inés sei nicht nur frühreif, sondern auch außerordentlich fruchtbar.</p>
<p>Wie man irrtümlicherweise annehmen könnte, verbirgt sich hinter Santa Inés jedoch keine außergewöhnliche Frau, sondern eine brasilianische Schafrasse, die auch unter paraguayischen Züchtern immer beliebter wird. Auch auf der diesjährigen Expo in Asunción glänzt Santa Inés unter ihren Genossen anderer Rassen.</p>
<p>Für die allgemeine Schafzucht scheint Santa Inés die idealen Gene mitzubringen. Während die weiblichen <img class="alignright size-medium wp-image-3479" title="santa-ines-i" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/07/santa-ines-i-200x150.jpg" alt="santa-ines-i" width="200" height="150" />Tiere schon mit zwölf Monaten reif für die erste Deckung sind, gelten Böcke der Rasse als ganzjährig brünstig. Die Erfahrung von Zuchtbetrieben wie <em>La Tranquilidad </em>hat obendrein gezeigt, dass die Rate von Zwillingsgeburten bei besagter Gattung überdurchschnittlich hoch ist.<br />
Dr. Thomás Acha, Veterinärwissenschaftler und Techniker im Verband paraguayischer Schafzüchter, erklärt, Santa Inés sei von Natur aus widerstandsfähig und kräftig . Wegen ihres groben Körperbaus sei sie vor allem für die Viehwirtschaft in ländlicher Umgebung geeignet. Sie halte rauen klimatischen Verhältnissen erstaunlich gut Stand. In trockenen, heißen Gebieten, wie dem Chaco , wo die schroffen Busch- und Waldlandschaften die Haltung von Wollschafen enorm erschweren, würde sie sich dagegen erstklassig behaupten. Den Santa-Inés-Schafen ordnet Acha einen starken Herdeninstinkt zu, deshalb könne man auch relativ viele Tiere auf verhältnismäßig kleiner Fläche unterbringen. „Allerdings sind sie auch schwerer zu kontrollieren als ihre Artgenossen. Sie respektieren Zäune weniger und sind diesbezüglich wohl Ziegen ähnlicher.“ Bei kargen Weiden, gibt Dr. Thomás Acha außerdem zu bedenken, sei es wohl nicht ratsam mehr als 8-10 Tiere pro Hektar zu halten.</p>
<p>Ihren Ursprung hat die Gattung der Santa Inés im „Trockenheitsvieleck“ im Nordosten Brasiliens. Dort kommen auf Orte wie Bahía über zwei Millionen Schafe. Die trockene Strauchlandschaft erinnert an das Landschaftsbild des paraguayischen Chaco. In dieser Umgebung hat sich die Santa-Inés-Rasse fast drei Jahrhunderte lang entwickelt. Ihre Gene sind gewissermaßen auch Dokument der brasilianischen Geschichte. In der Erbmasse der Schafspezies finden sich demnach Merkmale der Bordaleiro, eine spanische Gattung, die die portugiesischen Einwanderer nach Brasilien gebracht hatten. Ihre Hitzeresistenz und ihr kurzes „Ochsenhaar“ wiederum stammen aus dem Erbgut west- und zentralafrikanischer Schafe, die im Zuge der Sklavenwirtschaft nach Südamerika gelangten. Die Kreuzung mit Alpen-Schafen bescherte Santa Inés ihren typisch „fleischigen Kopf“. Es ist heute wohl das jüngste Merkmal ihres multikulturellen Genpools.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-3480 alignleft" title="santa-ines-ii" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/07/santa-ines-ii-200x150.jpg" alt="santa-ines-ii" width="200" height="150" />Das Geschäft mit Santa Inés ist in aller Regel ein lohnendes. <em>La Tranquilidad</em> erläutert, man könne 100% des Tierkörpers der besagten Gattung nutzen. Besonders Haut und Fell seien edle Produkte, die sich im Inland, gleichzeitig aber auch über den Export, ideal für die Lederindustrie vermarkten lassen. Darüber hinaus wachsen die Tiere äußerst schnell, und erreichen sowohl als Lämmer als auch als ausgewachsene Zuchttiere ein hohes Gewicht. Dabei hat das feine Fleisch erfreulicherweise einen sehr kleinen Fettanteil.</p>
<p>Der Zuchtbetrieb <em>La Tranquilidad</em> arbeitet seit knapp neun Jahren mit der Rasse der Santa Inés. Es war auch für sie ein Pioniervorstoß. Auf der Expo 2000 kauften sie ihren ersten vollblütigen Santa-Inés-Bock. Dazu erwarben sie 10 weitere reinrassige Schafe sowie eine Gruppe von 10 halbrassigen Zuchttieren. Nach wenigen Jahren war aus der ersten Generation eine Herde von 180 Schafen hervorgegangen. Mit derartig positiven Resultaten – durchschnittlich kommen auf jedes Mutterschaft 2,4 Zöglinge – sollte der Siegeszug der Santa Inés im paraguayischen Viehzuchtgewerbe nicht mehr aufzuhalten sein.</p>
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		<title>Wie Müll plötzlich nützlich wird</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 16:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Online-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Märkte & Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Brennstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Müll]]></category>
		<category><![CDATA[organischer Abfall]]></category>
		<category><![CDATA[RMO]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut Dr. Dieter Peter Petri sei der Planet Erde vollkommen ausgemergelt. Es gäbe weder genügend Sauerstoff noch eine Ozonschicht - die völlige Apokalypse. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Daniela Poschmann</p>
<p><em>Zeppeline, die ihren eigenen Treibstoff während des Fluges produzieren, eine schwimmende Insel, die durch Solarenergie ein unabhängiges Leben ermöglicht und eine Maschine, die organischen Abfall in Kohle, Asphalt, Gas und Brennstoff verwandelt – der deutsche Wissenschaftler Dr. Dieter Peter Petri steckt voller Ideen. Die letztere, den &#8220;Reactor de Materia Orgánica&#8221; (RMO), hat er in seiner Wahlheimat Paraguay realisiert. Jetzt sucht er Abnehmer.</em></p>
<p>Sich einmal wie ein Astronaut fühlen, schwerelos durch die Atmosphäre fliegen &#8211; der Traum vieler Menschen, den sich jedoch bisher nur die Reichsten erfüllen können. Laut dem Deutschen Dr. Dieter Peter Petri könne das in 25 Jahren jeder, ob gewollt oder nicht. Dann wäre der Planet Erde so weit ausgemergelt, dass es weder Sauerstoff noch eine Ozonschicht gäbe, die völlige Apokalypse. Um das zu verhindern, müsse man schnellstens etwas unternehmen, weshalb er mit einigen paraguayischen Wissenschaftler unter dem Dach des Centro de Investigación en Ciencias y Tecnologías (Cientitec) in Asuncion das &#8220;Hospital de la Tierra&#8221; ins Leben gerufen hat. Gemeinsam forschen sie nach erneuerbaren,<br />
umweltfreundlichen Energien in Form von Solar, Wind oder Thermochemie. Ihr Aushängeschild, das – da sind sie sich sicher – die Wissenschaft revolutionieren und das Müllproblem ganzer Staaten lösen werde, ist der &#8220;Reactor de Materia Organica&#8221; (RMO), die Maschine, die organischen Müll in Kohle, Asphalt, Methangas (natürlicher Bestandteil von u.a. Erdgas) und Kohlenwasserstoff bzw. Brennstoff umwandelt.</p>
<p><strong>Natur im Schnelldurchlauf</strong></p>
<p>Mit Hilfe von Infrarotstrahlen, die die zuvor getrockneten und geschroteten Abfallprodukte erhitzen, und einem komplizierten chemischen Radiolyse-Prozess wandeln sich Fruchtschalen, Blätter oder auch Autoreifen in besagte Stoffe um. Letztere daher, da Reifen aus organischem Petroleum bestehen. Der ganze Prozess basiert auf dem Prinzip, dass jede organische, also ursprünglich tierische oder pflanzliche, Materie im Prinzip aus Kohle, aus kohlenstoffhaltigen Verbindungen, besteht und daher quasi zurückverwandelt wird; oder wie Projektmanager Andres Barrios es ausdrückt: &#8220;Das wofür die Natur Jahre braucht, schafft der Reaktor in einer Stunde.&#8221; Gefährliche, die Erderwärmung vorantreibende<br />
Gase würden dabei nicht produziert, austretende Gase bestünden hauptsächlich aus harmlosem Wasserdampf. Bei diesem Punkt ist Drazen Gajic von dem Lehr- und Forschungsgebiet für Kokereiwesen, Brikettierung und Thermische Abfallbehandlung der Hochschule RWTH-Aachen skeptisch, aber gleichzeitig auch neugierig: &#8220;Es wurden mittels Radiolyse einige Zersetzungsversuche an verschieden Materialien ausprobiert, aber auch dort entstehen nach der beendeten Reaktion Produkte die einerseits gewünscht und andererseits unerwünscht sind. Das waren aber nur Laborversuche mit radioaktiven Strahlen. Daher bin ich auf die Energiebilanz des Prozesses gespannt und die Apparatur, die diese Strahlen erzeugt.&#8221; In dem Konzept vom Wahlparaguayer Dr. Petri heisst es dagegen: &#8220;Der RMO löst alle Molekühle der organischen Materie auf, inklusive aller Krankheitserreger, Viren, Pilze&#8230; daher produziert er eine totale Desinfizierung und Entkeimung des Abfalls.&#8221; Theoretisch ließen sich sogar bestimmte Kunststoffe, also auch die überall durch Asuncion fliegenden Plastiktüten, die bis zu ihrer natürlichen Zersetzung rund 200 Jahre brauchen, dafür verwenden, da sie aus organischen Verbindungen bestehen. Dies sei aber viel zu schade, so Petri, schließlich könne man mit dem so genannten Aquaplast schwimmfähige und hermetische Häuser bauen, die noch dazu erdbebensicher seien.</p>
<p><strong>Düstere Zukunftsszenarien</strong></p>
<p>Am gefährlichsten seien laut Petri die organischen Abfälle, die sich im Verfaulungsprozess befänden und in diesem Stadium nur allzu gern von Ratten aufgesucht würden, die ihre Bakterien aufnähmen und verbreiteten. So wie im Mittelalter die Pest tausende von Menschenleben ausradierte. Und mit steigender Temperatur verkürze sich die Entwicklungszeit der Viren um ein Vielfaches. Ein weiteres seiner Beispiele<br />
gleicht einer Horrorfilm-Szene: Durch die zukünftig erhöhte Radioaktivität, erklärt der seit mehr als zwei Jahrzehnten &#8220;an der Rettung der Welt&#8221; arbeitende Wissenschaftler, &#8220;können Insekten wie Wespen eine Größe von 70 cm erreichen. Ein solcher Stich tötet sofort.&#8221; Die Realität, sagt Petri, bestätige seine Forschungsergebnisse. Fast vergessene Krankheiten wie das Hantavirus seien zurück, Stürme und Flutkatastrophen beinah an der Tagesordnung – der Treibhauseffekt schreite voran.</p>
<p>&#8220;Dabei haben wir doch einen makellosen Planeten bekommen. Auch unsere Kinder und Enkelkinder sollten die Chance haben, ein normales Leben zu führen&#8221;, unterstreicht Andres Barrios eindringlich die Fakten. &#8220;Die haben im Moment nur noch keine Stimme, um sich zu wehren. Die einzige Stimme, die die zukünftigen Generationen haben, ist unser Gewissen.&#8221; Die Vereinten Nationen gehen übrigens davon aus,<br />
dass im Jahr 2025 die Nachfrage nach Trinkwasser das Angebot um 56 Prozent übersteigen wird. Ein weiterer Punkt, der für einen schnellstmöglichen Einsatz eines solchen Reaktors spricht. Wird der Müll weiterhin in unterirdischen Müllkippen in Paraguay vergraben, verschmutzt das wertvolle Grundwasser mehr und mehr und zum Trinken bleibt wenig übrig. Dabei besteht eh schon der gesamte irdische Wasservorrat zu 90 Prozent aus ungenießbarem Salzwasser. Eine Süßwasser spendende Quelle wie der 1.200.000 Quadratkilometer große &#8220;Acuífero Guaraní&#8221; muss daher vor Schadstoffen geschützt werden. Diese größte Trinkwasserreserve der Welt ist ein natürlicher unterirdischer Wasserspeicher, der sich auf Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay verteilt und so groß wie Frankreich, Spanien und<br />
Portugal zusammen ist. Renommierte Wissenschafter behaupten, die Menge wäre ausreichend für die Versorgung der ganzen Menschheit für über 200 Jahre. Die wirtschaftlichen Interessen an dieser Reserve sind groß, effektive Möglichkeiten zu deren Schutz existieren noch nicht.</p>
<p><strong>Paraguay als reicher Vorreiter?</strong></p>
<p>Aus ökonomischen Gesichtspunkten heraus sei auch der Reaktor sehr profitabel, berichtet das Forscherteam. Zumal das Mengenverhältnis bei der Konvertierung 1:1 sei, betont Andres Barrios. Die Materie gehe nicht verloren, sie verändere sich nur. Damit die Maschine allerdings energetisch unabhängig arbeiten kann, verbraucht sie über die Hälfte der gewonnenen Stoffe gleich wieder. Übrig bleiben geschätzte 46 Prozent, will heißen: Beim Einsatz von einer Tonne organischen Mülls entstehe 50 kg Gas, 36 kg Asphalt, 200 kg flüssiger Kohlenwasserstoff und 175 kg Kohle – gesamt 461 kg Energie, die zum Verkauf stehe. In Anbetracht der aktuellen Marktpreise und der Annahme, dass der Reaktor pro Tag 50 Tonnen Müll verarbeitet, könne man 674.500 Gs pro Stunde und 337.250.000 Gs pro Monat erwirtschaften, abzüglich zehn Prozent Kosten. Paraguay könnte mit dieser Technik genau so reich sein wie Venezuela und Gas- oder Elektroenergie an anliegende Länder verkaufen, sind sie sich sicher, und außerdem beispielsweise finanziell vom Kyoto-Protokoll profitieren, da es den etwa beim Müllverbrennen unvermeidbaren Ausstoß giftiger Gase wie Kohlenstoffdioxid reduzieren würde. Außerdem sei ihr Reaktor, im Gegensatz zu den anderen auf der Welt existierenden Reaktoren ähnlicher Art, sehr günstig und als Leasing-Modell zu haben, damit er auch für Entwicklungsländer erschwinglich sei, so die Wissenschaftler. &#8220;Nur mit kostengünstigen Produkten werden wir wirklich und definitiv zur Wiederherstellung des Weltklimas beitragen können&#8221;, beteuert Barrios. Dr. Petri dazu: Auch wenn die hiesige Regierung noch nicht überzeugt sei, Brasiliens Präsident Lula habe bereits Interesse an der Technologie gezeigt.</p>
<p>Wer mehr zum Reaktor erfahren möchte, kann sich an Andres Barrios, Tel.: 0981 – 854 504, e-Mail: andrus_py@hotmail.com, wenden.</p>
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		<title>BID-Finanzspritze soll Stevia-Industrie beleben</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 13:09:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Online-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Märkte & Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Paraguay]]></category>
		<category><![CDATA[BID]]></category>
		<category><![CDATA[Stevia]]></category>
		<category><![CDATA[Zucker]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Interamerikanische Bank für Entwicklung (BID) stellt Unternehmen aus dem Bereich Produktion und Handel der Stevia-Industrie Gelder in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen US-Dollar zur Verfügung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Interamerikanische Bank für Entwicklung (BID) stellt Unternehmen aus dem Bereich <em>Produktion und Handel</em> der Stevia-Industrie Gelder in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Die Gelder sollen zehn Privatunternehmen zugute kommen, durch die die nationale und internationale Vermarktung des natürlichen Süßstoffes vorangetrieben werden kann. Auch kleinere Betriebe, die als Zulieferer oder Zwischenhändler von den großen Stevia-Unternehmen abhängen, sollen indirekt durch die BID-Fördergelder profitieren. Noch ist besonders der internationale Markt des Stevia-Süßstoffes ausbaufähig.</p>
<p>Das Stevia-Kraut hat seine natürlichen Wurzeln in Brasilien und Paraguay und wird hier besonders von der inidgenen Bevölkerung als Heil- und Speisepflanze genutzt. Die Süßwirkung von Stevia ist verglichen mit handelsüblichem Zucker dreißig Mal stärker. Vielerorts werden Stevia-Extrakte beispielsweise bereits in diätischen Nahrungsmitteln verwendet. Die EU-Kommission jedoch hat dem Stoff seine gesundheitliche Unbedenklichkeit bisher nicht bestätigt, so dass Stevia auf dem europäischen Markt noch nicht als Lebensmittel zugelassen ist. Demnach bestünden an der medizinischen Wirkung des Krautes auf die menschlichen Fortpflanzungszellen noch Zweifel . In Ländern wie Isreal, China oder Australien ist Stevia inzwischen aber zugelassen und wird von diesen Staaten zum Teil selbst angebaut.</p>
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		<title>Viele Paraguayer im Milchsektor beschäftigt</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 21:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Märkte & Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Milchwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgrund des Weltmilchtags, der am 1. Juni stattfand, gaben Vertreter aus der Milchindustrie bekannt, dass in der Milchindustrie Paraguays 250.000 Menschen beschäftigt seien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund des Weltmilchtags, der am 1. Juni stattfand, gaben Vertreter aus der Milchindustrie bekannt, dass in der Milchindustrie Paraguays 250.000  Menschen beschäftigt seien.</p>
<p>Im Rahmen eines Forums zur Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Milchproduktion wurde betont, dass Milch nicht nur für die Ernährung äußerst wichtig ist, sondern als Produkt auch viele Arbeitsplätze schafft. Auf dem letzten Forum im Jahr 2004 meldete man 8.500 Milchwirtschaften, die meist als Familienbetriebe organisiert sind. Damals waren es 34.000 Personen, die in diesem Zweig eine Arbeitsstelle fanden. Gemäß der Industriekammer für Milchprodukte CAPAINLAC wurden 2007 etwa 490 und 2008 bereits 625 Millionen Liter Milch produziert. Die Zahlen markieren einen bedeutenden Anstieg.</p>
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		<title>Neue Eiscremesorte mit Stevia</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 14:07:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Paraguay]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum ersten Mal nutzt ein nationales Eiscremeunternehmen den natürliche Süßstoff „ka'a he e“ für die Herstellung seiner Produkte. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum ersten Mal nutzt ein nationales Eiscremeunternehmen den natürliche Süßstoff „ka&#8217;a he e“ für die Herstellung seiner Produkte.</p>
<p>Seit gestern hat die Firma „Amandau“ eine Eiscremesorte auf den Markt gebracht, die ausschließlich auf dem natürlich gewonnenem Süßstoff  „ka&#8217;a he e“  basiert, berichtet die Tageszeitung „La Nacion“. Das Produkt ist damit besonders für Diabetiker geeignet. Das bestätigt auch das staatliche Ernährungsinstitut INAN, das das neue Amandau-Eis für den hiesigen Markt zugelassen hat.<br />
In der vergangenen Woche präsentierte Jorge Leóz, Eigentümer von Amandau, seine neue Produktlinie bereits auf der diesjährigen Lebensmittel-und Getränkemesse FABE.</p>
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		<title>Textilfirmen setzen sich für Reaktivierung des Baumwollsektors ein</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 19:46:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Märkte & Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Paraguay]]></category>
		<category><![CDATA[Baumwolle]]></category>

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		<description><![CDATA[Vertreter einer paraguayischen Textilfirma forderten die Reaktivierung des Baumwollsektors, für  den sich seit gestern der nationale Bauernzusammenschluss FNC und Vertreter des Land- und Viehwirtschaftsministeriums engagieren. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vertreter einer paraguayischen Textilfirma forderten die Reaktivierung des Baumwollsektors, für  den sich seit gestern der nationale Bauernzusammenschluss FNC und Vertreter des Land- und Viehwirtschaftsministeriums engagieren. </p>
<p>Der FNC und das Landwirtschaftsministerium einigten sich gestern auf den Start eines Reaktivierungsprogramms zur Vergrößerung der Anbauflächen von Baumwolle in Paraguay. Guillermo Caballero Vargas, der Vertreter der interessierten Textilfirma und Vertreter des Land- und Viehwirtschaftsministerium hatten bereits am vergangenen Dienstag bei einer Sitzung das Projekt vorgelegt. Von den im Jahr 1991 bestehenden 500 000 Hektar Anbaufläche für Baumwolle, sind seit 1991 gerade mal noch 50 000 Hektar übrig. </p>
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		<title>Jatropha kann Paraguay zum Blühen bringen- Ein Investment mit Zukunft für das Land</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 17:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Firmen/Noticias Empresarial]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Märkte & Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Paraguay]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiesel]]></category>
		<category><![CDATA[Jatropha]]></category>
		<category><![CDATA[Samenproduzent]]></category>
		<category><![CDATA[SENAVE]]></category>

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		<description><![CDATA[In Mitten des trockenen Chaco befindet sich die Estancia Alejandro, die auf 25 Hektarn beispielhaft vorführt, wie man ausgehend von einer in Paraguay natürlich vorkommenden Pflanze zu einem Modellprojekt mit Zukunft für das ganze Land werden kann. Agraringenieur Helmut von Brandenstein war seinen Konkurrenten in der Zeit voraus, als er sich 2007 entschloss, den kommerziellen Anbau der Jatropha-Pflanze zu betreiben. Er erklärt unserer Redaktion, warum er die selbst in ungastlichen Gegenden gedeihende Pflanze, aus deren Samen, der Purgiernuss, Öl für die Biodieselproduktion gewonnen werden kann, als ein lukratives Geschäft der Zukunft bezeichnet, an dem auch die Ärmsten der Armen einen Anteil haben können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1414" title="jatropha4_200x1501" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/03/jatropha4_200x1501.jpg" alt="jatropha4_200x1501" width="200" height="150" />Jatropha kann Paraguay zum Blühen bringen- Ein Investment mit Zukunft für das Land &#8211; <em>von Rafaela Rahmig</em> –  In Mitten des trockenen Chaco befindet sich die Estancia Alejandro, die auf 25 Hektarn beispielhaft vorführt, wie man ausgehend von einer in Paraguay natürlich vorkommenden Pflanze, zu einem Modellprojekt mit Zukunft für das ganze Land werden kann. Agraringenieur Helmut von Brandenstein war seinen Konkurrenten in der Zeit voraus, als er sich 2007 entschloss, den kommerziellen Anbau der Jatropha-Pflanze zu betreiben. Er erklärt unserer Redaktion, warum er die selbst in ungastlichen Gegenden gedeihende Pflanze, aus deren Samen, der Purgiernuss, Öl für die Biodieselproduktion gewonnen werden kann, als ein lukratives Geschäft der Zukunft bezeichnet, an dem auch die Ärmsten der Armen einen Anteil haben können.   Stolz hält der Ingenieur ein Zertifikat der paraguayischen Behörde für Pflanzen- und Samenqualität SENAVE (Servicio Nacional de Calidad y Sanidad Vegetal y de Semillas) in der Hand. Dieses bestätigt nicht nur, dass er als Jatropha Samenproduzent und Samenhändler anerkannt ist, sondern auch, dass ihm eine nationale Behörde eine 89%ige Keimfähigkeit bescheinigt. Besonders an diesem Wert ist, dass die meisten anderen staatlich zugelassenen Samenhändler gerade mal 50% erreichen. “Wir konnten diese hervorragende Keimzahl nur durch zahlreiche Experimente erzielen, bei denen die Samen klassifiziert und standardisiert wurden, um bei den in Paraguay bestehenden Klima- und Bodenbedingungen diese hervorragenden Bio-Resultate erzielen zu können”.  <img class="alignleft size-full wp-image-1637" title="copia_de_imagen_095_200x183" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/03/copia_de_imagen_095_200x183.jpg" alt="copia_de_imagen_095_200x183" width="200" height="183" />Ingenieur von Brandenstein erklärt außerdem, dass er der einzige Produzent von Jatropha-Samen sei, die aus einer kommerzialisierten Produktionsfläche gewonnen würden. Er nimmt damit in Paraguay eine Vorreiterrolle ein. Weiter berichtet er, dass er im Vergleich zu seinen Konkurrenten einen Vorsprung an Erfahrung von ein einhalb Jahren vorweisen kann. „Die Erfolge zeigen sich anhand der gegen Krankheiten resistenteren Pflanzen selbst und der steigenden Ernteresultate“ ergänzt er. Seine Pflanzen befinden sich im zweiten Jahr, in dem jede einzelne Pflanze bereits ein kg Purgiernüsse trägt. Betrug der Ertrag im letzten Jahr noch durchschnittlich 450 Gramm, wird die Pflanze sich im vierten Jahr bei einem Wert von 3 Kg pro Pflanze stabilisieren.  Helmut von Brandenstein hat 1.300 Pflanzen pro Hektar gepflanzt. Er erklärt jedoch, dass bei Handpflanzungen bis zu 2.400 Pflanzen pro Hektar möglich seien. Auf die Frage ob sich das Geschäft finanziell rentiert lacht der Ingenieur: „Mit dem Samenverkauf verdient man sogar um einiges besser als in der Viehwirtschaft“, die in Paraguay dafür bekannt ist, hohe Gewinne zu erwirtschaften.  Der Traum von Helmut von Brandenstein ist es, eine eigene Sorte herzustellen, „die erste paraguayische Sorte“. „Jatropha ist eine in Paraguay natürlich vorkommende Pflanze, die zwischen einem und 10 Kg Samen produziert und unterschiedlich anfällig für Krankheiten ist“, erklärt Helmut von Brandeinstein. Er fügt hinzu, dass er auf dem besten Wege sei, die Pflanze den paraguayischen Bedingungen entsprechend zu „perfektionieren“.  Herr von Brandenstein ist nicht nur in Bezug auf die Genetik der Pflanze führend in Paraguay, auch die Entwicklung einer Erntemaschine für die Jatrophanuss treibt er unermüdlich voran. Seine <img class="alignleft size-full wp-image-2415" title="dscn0294_200x150" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/04/dscn0294_200x150.jpg" alt="dscn0294_200x150" width="200" height="150" />Tochter Marion hat mit Hilfe ihrer Kollegen an der Universität einen Prototypen entworfen, der „das Potential hat zur ersten Erntemaschine für Jatrophanüsse weltweit zu werden“, verkündet stolz der Ingenieur.  Das Interessanteste an dem Geschäft mit Jatropha sei, dass keine Absatzwege für die Nuss oder das Öl im Ausland gefunden werden müssten, sondern ein Markt in Paraguay vorhanden sei. „Bedenkt man, dass Petropar in Paraguay nur 15% Benzin, jedoch 85% Diesel verkauft, dem gesetzlich festgelegt 5% Biodiesel hinzugefügt werden müssen, kann man schon einmal ausschließen, dass kein Abnehmer für das Produkt gefunden werden kann“, erklärt der Agraringenieur. Das Ministerium für Industrie und Handel gab im Januar bekannt, dass daran gearbeitet werde, den gesetzlichen Anforderungen für die Beimischung von Diesel zu entsprechen, die dieses Jahr auf 5% ansteigen sollen. In 2008 wurde die gesetzlich vorgesehen Beimischung von 3% Biodiesel nicht erreicht, da in Paraguay nicht ausreichend Biodiesel produziert wurde.  Herr von Brandenstein ist sich jedoch sicher, dass sich dies ändern wird und zählt eine Reihe von großen Firmen auf, die seit kurzem in Jatrophapflanzungen investieren. Unter anderem nennt er auch Copetrol, die größte paraguayische Erdölfirma. Unterstützt wird die Annahme des Ingenieurs auch durch die Aussagen des paraguayischen Netzwerk für Investitionen und Export (Rediex), die auf ihrer Homepage als Zielsetzung definieren, bis zum Jahr 2011 &#8211; 120.000 Qubikmeter Biodiesel &#8211; im Land selber an zu bauen, um eine Mischung von 10 Prozent erreichen zu können. Getrübt wird die Euphorie über die Jatrophanuss und den Biodiesel jedoch durch Streitigkeiten zwischen Petropar und den in dem Biodiesel-Gewerbe tätigen Bauern und Produzenten. Petropar, die staatliche Gesellschaft für Rohöl, nimmt einen erheblichen Einfluss auf die Preisentwicklung des Biodiesels. Der Vizeminister des Ministeriums für Energie, Carlos Büttner informierte im Januar, dass Petropar Biodiesel von vom Ministerium für Industrie und Handel zugelassenen Raffinerien (Bio Guarani, Bioenergia und Enerco) für einen Preis von 3.870 Guarani pro Liter beziehen würde. Dieser Preis entspricht nicht den Forderungen der Produzenten von Biodiesel.  Unabhängig von den Streitigkeiten über den Abnahmepreis ist Brandenstein der Meinung, dass in der Jatrophanuss das Potential zu einer Umverteilung von Reichtum steckt. „Wenn paraguayische Steuergelder nicht für venezuela-nischen Kraftstoff ausgegeben werden müssten, sondern im Land bleiben würden, könnte damit schon einiges erreicht werden“, erklärt der Kenner der Szene.  Dies hat auch die Regierung schon erkannt: Vertreter des Industrie- und Handelsministeriums, als auch des Ministeriums für Land- und Viehwirtschaft priesen in San Pedro bereits die Kultivierung von Jatropha als weitere Einnahmemöglichkeit für die Kleinbauern an.  Auch der Direktor des nationalen Programms für Biodiesel, Agraringenieur Braulio Román bestärkte die Aussagen von Herr von Brandenstein und erklärte auf einer Rede vor Landwirten den Jatrophaanbau zur perfekten Einnahmemöglichkeit für Bauernfamilien.  <strong>Wenn Sie Agraringenieur Helmut von Brandenstein kontaktieren möchten, steht Ihnen das nachfolgende Anfrageformular zur Verfügung</strong>:</p>
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