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	<title>Farmland &#124; Online-Magazin &#187; Forstwirtschaft</title>
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		<title>Fernöstliche Kunst in Paraguay</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 19:41:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forstwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Baumschule Paraneg in Villa Elisa veranstaltet eine Bonsai-Ausstellung. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Baumschule Paraneg in Villa Elisa veranstaltet eine Bonsai-Ausstellung.<br />
Von Sarah Huber</p>
<p>Bonsai, die Kunst der Topfpflanzen, stammt ursprünglich aus dem fernen Osten und besteht darin, eine Harmonie zwischen den Elementen, der belebten Natur und dem Menschen darzustellen. Während Fels oder Kies Naturkäfte verkörpern, ist der Baum das Symbol für das natürliche Leben. Das Menschliche wird durch die von Menschenhand gemachte Pflanzschale dargestellt. Es handelt sich um eine Gartenkunst, bei der Sträucher und Bäume in kleinen Gefäßen zur Wuchsbegrenzung gezogen und ästhetisch durchgeformt werden. Die Kunde von der uralten Kunst ist natürlich schon längst bis in den Westen vorgedrungen und hat dort ihren Siegeszug begonnen. Auch in Paraguay, genauer in einem Ort südlich von Asunción, wird das kunstvolle Bonsai-Handwerk mittlerweile ausgeübt. Helmut Krieger besitzt hier seit vielen Jahren eine Baumschule und kann auf seinem vier Hektar großen Grundstück bis zu 2000 verschiedene Pflanzenarten vorweisen. „Bei der Arbeit an einem Bonsai verbinden sich Natur, Handwerk und Kreativität“, erläutert Krieger. „Das Arbeiten an den Pflanzen macht unglaublich viel Spaß und bringt viel Abwechslung im Trubel des Alltags.“ Zum dritten Mal veranstaltet er nun eine Ausstellung seiner Exemplare. Im Zeitraum ab der Karwoche bis zum Muttertag am 10. Mai werden durchgängig von Montag bis Sonntag viele verschiedene Bonsaibäume zu sehen sein. Sowohl ganz junge, noch unbearbeitete Pflanzen, so genannte Präbonsais, als auch schon ältere und ausgearbeitete Bäume werden gezeigt und verkauft. Unter den vielen verschiedenen Arten sind zum Beispiel Buchsbäume, Feigenbäume, Bananen und auch die typisch paraguayischen Yvapurú- oder Lapachobäume. Wer sich näher für die außergewöhnliche Kunst interessiert, kann seine Kreativität auch selbst testen und in Gruppenkursen sein Talent als Bonsaikünstler entdecken. „Ansonsten stehen ich und meine Mitarbeiter für jegliche Fragen zur Verfügung“, so Krieger. Die Baumschule Paraneg befindet sich in Villa Elisa an der Kreuzung Avenida Picco und Ypacaraí. </p>
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		<title>Aufforsten im großen Stil</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 13:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Firmen/Noticias Empresarial]]></category>
		<category><![CDATA[Forstwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Aufforstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit 700 Dollar in der Tasche kam Romano Luis Diel vor 14 Jahren nach Paraguay. Heute ist er der Direktor der größten Aufforstungsfirma in Paraguay. Ein Interview.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Ingenieurstitel und 700 Dollar  in der Tasche kam Romano Luis Diel vor 14 Jahren nach Paraguay. Heute ist er der Direktor von Emprendimientos Forestales S.R.L, der größten Aufforstungsfirma in Paraguay und hat mehr als 400 Angestellte unter sich. In einem Interview schilderte er unserer Redaktion seinen schweren Start und die sich nach harter Arbeit mit Hilfe von starkem Durchhaltevermögen einstellenden Erfolge.</p>
<p><strong>Rafaela Rahmig: </strong>Als Sie nach Paraguay kamen, mit welchen Problemen hatten Sie zu kämpfen?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2378" title="archivos_y_obras_ef_srl_281829_200x150" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/archivos_y_obras_ef_srl_281829_200x150.jpg" alt="archivos_y_obras_ef_srl_281829_200x150" width="200" height="150" /><strong>Romano Luis Diel:</strong> Nachdem ich mein Studium der Forstwirtschaft in Santa Maria, Brasilien abgeschlossen hatte, packte mich die Abenteuerlust. Mit gerade mal 700 Dollar in der Tasche, lauter schlauen Büchern und einem Rucksack voll persönlicher Dinge, kam ich nach Paraguay. Es dauerte einige Zeit bis ich einen brauchbaren Geschäftspartner fand, der mir auch heute noch treu zur Seite steht. Damals war er genauso begeistert wie ich von der Idee eine Forstgesellschaft zu gründen. Einziges Problem: Er hatte genauso wenig wie ich das nötige Kleingeld für die Firmengründung in der Tasche. Es blieb uns nichts anderes übrig, als einen ungedeckten Check beim Notar zu hinterlegen, um 98 Emprendimientos Forestales S.R.L zu gründen.</p>
<p><strong>Rafaela Rahmig:</strong> Ab da begann die Erfolgsgeschichte?</p>
<p><strong>Romano Luis Diel: </strong>Wir begannen sofort mit unterschiedlichen Aufforstungen in San Pedro und Caazapa. Leider setzte jedoch das El Niño-Phänomen im selben Jahr ungefähr 70% unserer ersten Pflanzungen unter Wasser. Nach diesem Rückschlag mussten wir die Maschinen, die wir gerade gekauft hatten, wieder verkaufen und den Traum der Selbständigkeit etwas verschieben. Ich arbeitete anschließend für Shell Forest, die unterschiedliche Aufforstungsprojekte in großem Maßstab in Südamerika verwirklichten. Die Größenordnungen der Aufforstungen haben mir gefallen, ich wollte jedoch wieder mein eigener Herr werden. Mit der hinzu gewonnen Erfahrung gründeten wir dann 2001 eine Baumschule in Minga Guazu und führten anschließend unterschiedliche Projekte mit immer größerem Erfolg aus.</p>
<p><strong>Rafaela Rahmig: </strong>Wie genau sieht ihre Dienstleistung einer Aufforstung für Dritte aus?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2384" title="archivos_y_obras_ef_srl_28229_200x150" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/archivos_y_obras_ef_srl_28229_200x150.jpg" alt="archivos_y_obras_ef_srl_28229_200x150" width="200" height="150" /><strong>Romano Luis Diel:</strong> Angefangen bei der Suche nach einem passenden Boden für das Projekt, über die Bodenbearbeitung, Planung der Baumarten, welcher Art der Pflege, dem Anlegen von Wegen, der Inventur des Baumbestandes, der Schätzung des Wertes des Baumbestandes, einer Bestandsaufnahme der zur Verfügung stehenden Mittel,  bis hin zu Ernte, Transport und Verkauf, kann unsere Dienstleistung reichen. Viele Kunden reinvestieren wieder in die Aufforstung, nachdem Sie auch über uns das Holz erfolgreich absetzen konnten, deswegen haben wir angefangen uns mit Transport und Vermarktung zu beschäftigen. Für die Aufforstung bieten wir zu Beginn grundsätzlich zwei Vertragsmodelle an, die entweder über 12 Monate oder über 40 Monate laufen. Nach 40 Monaten sind die Bäume ungefähr 9 Meter hoch und selbst wenn der Besitzer die Bäume nicht weiter pflegt, erhält er trotzdem ein hochwertiges Produkt, während nach 12 Monaten eine Pflege weiterhin dringend erforderlich ist.  Bei allen unseren Aufforstungsprojekten ist es uns ein Anliegen, dass mit so wenigen Bäumen wie möglich,  in der kürzest möglichen Zeit, das höchste Volumen an Holz in bester Qualität entsteht.</p>
<p><strong>Rafaela Rahmig: </strong>In welchen Größenordnungen forsten Sie für Dritte in Paraguay auf?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2387" title="laminas_de_eucalyptus_grandis_200x150" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/laminas_de_eucalyptus_grandis_200x150.jpg" alt="laminas_de_eucalyptus_grandis_200x150" width="200" height="150" /><strong>Romano Luis Diel:</strong> Im Moment haben wir 165 Klienten, die 10 000 Hektar in 13 Departements mit uns aufforsten. Seit man mit dem Aufforsten in Paraguay begonnen hat, sind insgesamt auf 40 000 Hektar neue Bäume gepflanzt worden. Von diesen sind ungefähr 15 000 Hektar von Emprendimientos Forestales S.R.L 15 000 Hektar aufgeforstet worden. Über das Land verteilt befinden sich 6 zentrale Aufforstungsstationen von denen aus unsere Ingenieure arbeiten. Insgesamt sind 400 Leute bei Emprendimientos Forestales angestellt, weitere 10 Angestellte arbeiten für „Transporte Forestales“ und 70 weitere sind bei „Industrias Forestales“ angestellt. Wir sind mittlerweile das größte Aufforstungsunternehmen in Paraguay. Außerdem sind 50% der Baumsetzlinge, die in Paraguay gepflanzt werden aus unserer Baumschule.</p>
<p><strong>Rafaela Rahmig: </strong>Welche Baumsorten pflanzen Sie an?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2391" title="archivos_y_obras_ef_srl_284929_200x150" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/archivos_y_obras_ef_srl_284929_200x150.jpg" alt="archivos_y_obras_ef_srl_284929_200x150" width="200" height="150" /><strong>Romano Luis Diel: </strong>Das Zugpferd in unserem Geschäft  ist und bleibt der Eukalyptos, da diese Baumart gleich mehrere Vorteile vereint: Das Holz ist vielseitig einsetzbar, der Baum wächst schnell und erweist sich zudem als robuster im Vergleich zu anderen Baumsorten. Jedoch bieten wir genauso auch Kiefer, Zeder, Zitrusbäume oder einheimische Bausorten an. Dies hängt ganz vom Kunden ab. Falls der Kunde schon Land erworben hat, ermitteln wir anhand von Bodenwerten und Klima, welche Baumsorte sich für die jeweilige Gegend und in Hinblick auf die geplante Nutzung des Holzes am Besten eignet.</p>
<p><strong>Rafaela Rahmig: </strong>Wie schätzen Sie das Aufforstungsgeschäft in Paraguay im Vergleich zu anderen Ländern ein?</p>
<p><strong>Romano Luis Diel:</strong> In Hinblick auf die günstigen Immobilienpreise und die geringen Arbeitslöhne ist Paraguay weltweit unschlagbar. Außerdem betrachte ich Paraguay als gesellschaftlich und politisch recht stabiles Land, das in Bezug auf das Thema Aufforstung eine gute Umgebung bietet. Auch die Transportwege stellen kein Problem dar, da über die Flüsse „Rio Paraguay“ und „Rio Paraná“ die Nachbarländer oder der Seeweg gut erreicht werden können.</p>
<p><strong>Rafaela Rahmig: </strong>Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.</p>
<p>Wenn Sie Agraringenieur Romano Luis Diel kontaktieren möchten, steht Ihnen das nachfolgende Anfrageformular zur Verfügung:</p>
<p><iframe id="tincAppDoc" src="/tinc?key=DU1vDXp8&#038;formname=Farmland_Kontaktformular" width="520" height="400" style="border:none" frameborder="0" allowtransparency="true" background-color="transparent"></iframe><br />
<script src="/spicons/tinc/common/script/tincapp.js"></script></p>
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		<title>Der Energiewald als interessante Investitionsalternative</title>
		<link>http://www.farmland-online.com/rafaela/2032/der-energiewald-als-interessante-investitionsalternative/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 May 2009 15:18:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forstwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Natürliches Investment]]></category>
		<category><![CDATA[Aufforstung]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>

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		<description><![CDATA[Trotz großer Wasserkraftwerke deckt Paraguay seinen Energiebedarf zu 60% mit Brennholz. Ausgehend von dieser Tatsache entwickelt Michael Becker seine Theorie des wirtschaftlich rentablen „Energiewaldes“. Gemeint ist damit Aufforstung zur Generierung von Holzbrennstoffen. Michael Becker legte unserer Redaktion bei einem Interview seine Vision einer aussichtsreichen Einnahmequelle durch Holzwirtschaft dar. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2044" title="foto_camara_vitali_067_150x200" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2009/05/foto_camara_vitali_067_150x200.jpg" alt="foto_camara_vitali_067_150x200" width="150" height="200" />Trotz großer Wasserkraftwerke deckt Paraguay seinen Energiebedarf zu 60% mit Brennholz. Ausgehend von dieser Tatsache entwickelt Michael Becker seine Theorie des wirtschaftlich rentablen „Energiewaldes“. Gemeint ist damit Aufforstung zur Generierung von Holzbrennstoffen. Michael Becker legte unserer Redaktion bei einem Interview seine Vision einer aussichtsreichen Einnahmequelle durch Holzwirtschaft dar.</p>
<p><strong>Rafaela Rahmig (RR)</strong>: Herr Becker, wie kommen Sie auf die Idee, dass die Brennholzaufforstung finanziell rentabel ist?</p>
<p><strong>Michael Becker (MB):</strong> Eine Studie der Interamerikanischen Entwicklungsbank (BID) ergab, dass Paraguay seinen Energiebedarf zu 60%  mit Brennholz deckt. Damit wurde belegt, was schon lange vermutet wurde. Berechnungen haben ergeben, dass etwa 40 000 Hektar jährlich aufgeforstet werden müssten, um den konstanten Holzbedarf im Land zu decken. Paraguay ist davon jedoch weit entfernt. Seit dem man sich hier mit dem Thema Aufforstung beschäftigt, wurden insgesamt nur 51 000 Hektar aufgeforstet. Der restliche Bedarf wird immer noch durch Abholzung gedeckt, welche zum größten Teil illegal ist. Das die Waldreserven irgendwann einmal aufgebraucht sein werden, liegt auf der Hand. Ich habe nun angefangen aufzuforsten, weil ich der Meinung bin, dass Brennholz in 10 Jahren, wenn meine Bäume schlagreif sind, Mangelware sein wird.</p>
<p><strong>RR: </strong>Wie sehen die Einnahmen durch den Verkauf von Brennholz heute aus?</p>
<p><strong>MB:</strong> Als Referenzpreis für Holz wird meist ein Preis von 140 Guarani pro Kilogramm angegeben. In der Realität liegt er jedoch meistens sogar noch darunter. Wenn jedoch erst mal alle nationalen Wälder abgeholzt worden sind, muss Brennholz entweder importiert oder durch Schweröl als Energieträger ersetzt werden. Schweröl ist heutzutage im Verhältnis ungefähr 7 mal so teuer, wie Brennholz. Man kann davon ausgehen, dass der Wert von Holz sich dem Preis von Schweröl annähern wird, sobald die Reserven knapper werden.</p>
<p><strong>RR:</strong> Inwiefern haben Sie selbst bisher in ihren eigenen Energiewald  investiert?</p>
<p><strong>MB: </strong>Seit gut einem Jahr forste ich 70 Hektar Land in Villa Rosario, direkt am Rio Paraguay auf. Es handelt sich in meinem Fall um eine experimentelle Aufforstung, da erst noch herauszufinden ist,   welche Baumart in Hinblick auf die Produktion von Brennholz am schnellsten Biomasse produziert. Ich habe jeweils auf 10 Hektar eine Baumsorte gepflanzt, um bei der Ernte vergleichen zu können, welche Baumsorte sich am Besten eignet. Finanziell gesehen kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass man mit Kosten zwischen 1000 und 2000 Dollar pro aufzuforstenden Hektar rechnen muss, nimmt man einen Aufforstungs-Spezialisten unter Vertrag. Zusätzlich muss natürlich auch das Land gekauft werden.</p>
<p><strong>RR:</strong> Was unterscheidet Ihre Aufforstung von anderen Aufforstungen in Paraguay?</p>
<p><strong>MB:</strong> Im Falle einer Brennholzaufforstung, so wie ich sie betreibe, spielt die Holzqualität keine wichtige Rolle. Viele der Erfahrungswerte, die bisher bei der Aufforstung  in Paraguay gewonnen werden konnten, dienten vor allem als Hilfe zur Gewinnung von Holz als Rohstoff zum Möbelbau. Dort spielt die Holzqualität eine vorrangige Rolle, weswegen ich die meisten dieser Ergebnisse nicht für meine  Aufforstung anwenden kann. Bei meiner Art der Aufforstung geht es vielmehr darum, so viel Masse wir möglich zu produzieren und momentan bleibt noch die große Frage wie die Bäume angepflanzt und gepflegt werden müssen, damit sie möglichst viel Biomasse in kurzer Zeit produzieren.  Das gilt es erst noch herauszufinden.</p>
<p><strong>RR: </strong>Aber erzielt man nicht viel höhere Gewinne mit Nutzholz?</p>
<p><strong>MB:</strong> Der internationale Holzmarkt steht unter sehr hohem Konkurrenzdruck. Eine Naturkatastrophe kann zur Folge haben, dass plötzlich Millionen Festmeter Holz auf den Markt gebracht werden und der Preis in den Keller fällt. Außerdem sehe ich in diesem Wirtschaftszweig keine großen Zuwachsraten mehr, die beim Energiewaldsektor sehr wohl erwartet werden können.<br />
RR: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, interessieren Sie sich nur für den nationalen Markt. Haben Sie daran gedacht, dass dieser zum Großteil aus armen Familien im Inland besteht, die Feuerholz als Energiequelle nutzen?</p>
<p><strong>MB: </strong>Das entspricht der Wahrheit. Ich interessiere mich jedoch als Verkäufer mehr für die Industrien und Kooperativen im Land als potentielle Abnehmer, die auch in Zukunft Brennholz benötigen werden. Zum Trocknen von Soja wird zum Beispiel Brennholz verwendet, genauso wie in den Schlachthöfen, in der Getränkeindustrie oder in anderen Betrieben, die mit Dampf arbeiten. Zusätzlich gibt es noch Stahlwerke und die Papierindustrie, die auch in Zukunft Brennholz benötigen werden.</p>
<p><strong>RR:</strong> Wo sehen Sie die größten Probleme beim Verkauf von Brennholz?</p>
<p><strong>MB:</strong> Brennholz ist sehr wenig wert. So wenig, dass es den Transport kaum wert ist. Geht man mal davon aus, dass nur 15 Tonnen Holz auf einen LKW passen, hat die Ladung Brennholz im Moment einen Wert von 450 Dollar. Wenn dieses Holz weit transportiert werden muss, steht die Ladung in keinem Vergleich zu den Fahrtkosten. Die Infrastruktur in Paraguay ist zudem sehr schlecht. Man müsste also seine Holzplantage an einen strategisch günstigen Ausgangspunkt legen, der im besten Falle auch über den Flussweg zu erreichen ist.</p>
<p><strong>RR:</strong> Wie sehen die Pläne für Ihre eigenen Aufforstungsvorhaben aus?</p>
<p><strong>MB:</strong> In ungefähr 3 Jahren werden mir erste Erfahrungswerte vorliegen, mit denen weitere Investitionsentscheidungen getroffen werden können. Ich erachte eine Aufforstung erst ab 600 Hektar als wirklich rentabel. Ab dieser Größenordnung können in der Erntephase pro Jahr 50 Hektar kahl geschlagen werden. Wenn weniger als 50 Hektar gerodet werden sollen, lohnt sich der Einsatz modernen Maschinen nicht. Weiterhin schwebt mir eine Weiterverarbeitung des Holzes zu Holzmehl oder Holzchips vor, da diese sich als homogenes Brennmaterial um einiges besser handhaben lassen, als unverarbeitetes Holz.</p>
<p><strong>RR:</strong> Vielen Dank für dieses aufschlussreiche Gespräch.</p>
<p><strong>Falls Sie mehr Informationen zu diesem Thema wünschen, steht Ihnen das nachfolgende Kontaktformular zur Verfügung:</strong></p>
<p><iframe id="tincAppDoc" src="/tinc?key=DU1vDXp8&#038;formname=Farmland_Kontaktformular" width="520" height="400" style="border:none" frameborder="0" allowtransparency="true" background-color="transparent"></iframe><br />
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<p><strong>Lesen Sie mehr zum Thema Aufforstung:</strong></p>
<p><a href="http://www.farmland-online.com/?s=naturwaldbewirtschaftung">Naturwaldbewirtschaftung- zum Schutz der Natur und als Einnahmequelle</a></p>
<p><a href="http://www.farmland-online.com/?s=naturwaldbewirtschaftung">Bauminvest der ECO-Allianz</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Naturwaldbewirtschaftung- zum Schutz der Natur und als Einnahmequelle</title>
		<link>http://www.farmland-online.com/rafaela/142/naturwaldbewirtschaftung-zum-schutz-der-natur-und-als-einnahmequelle-rafaela-rahmig/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 13:25:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rafaela Rahmig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forstwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Aufforstung]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwaldbewirtschaftung]]></category>
		<category><![CDATA[Waldpflege]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgrund der jungfräulichen Urwälder, Palmenhaine, Eukalyptusalleen und immergrünen tropischen Wälder, verdient die paraguayische Landschaft den Namen „Garten der Welt“. Leider ist der Garten in den vergangenen Jahren sehr klein geworden. Aufforstungen sind eine Möglichkeit dem Waldschwund zu begegnen, jedoch auch durch die Naturwaldbewirtschaftung kann man Gewinn aus dem Wald schlagen, ohne das der Wald verloren geht. Mit Hilfe des Forstexperten und GTZ Mitarbeiter Paul Borsy lassen sich wichtige Erkenntnisse über ein geschicktes Forstmanagement gewinnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-294" title="Naturwaldbewirtschaftung" src="http://www.farmland-online.com/wp-content/uploads/2008/12/aufforstung.jpg" alt="Naturwaldbewirtschaftung" width="160" height="120" /></p>
<p><strong>Naturwaldbewirtschaftung- zum Schutz der Natur und als Einnahmequelle</strong></p>
<p>- von Rafaela Rahmig<br />
Aufgrund der jungfräulichen Urwälder, Palmenhaine, Eukalyptusalleen und immergrünen tropischen Wälder, verdient die paraguayische Landschaft den Namen „Garten der Welt“. Leider ist der Garten in den vergangenen Jahren sehr klein geworden. Aufforstungen sind eine Möglichkeit dem Waldschwund zu begegnen, jedoch auch durch die Naturwaldbewirtschaftung kann man Gewinn aus dem Wald schlagen, ohne das der Wald verloren geht. Mit Hilfe des Forstexperten und GTZ Mitarbeiter Paul Borsy lassen sich wichtige Erkenntnisse über ein geschicktes Forstmanagement gewinnen.<br />
Waldstücke auf einer Finka haben viele Funktionen: Sie liefern Feuerholz, Nutzholz für Zaunpfosten und andere Holzbauarbeiten, Heilkräuter, essbare Früchte und Honig in Form von Bienenstöcken. Außerdem schützen die Wurzeln den Boden vor Erosion und Austrocknung. An den richtigen Stellen gepflanzt, können Bäume vor Wind, Feuer und Gefrieren bewahren.  Zusätzlich dienen Edelhölzer als eine Geldreserve des Gutsbesitzer, die bei Bedarf verkauft werden können.<br />
Der Natur kann man jedoch nicht freien Lauf lassen, wenn man den Naturwald bewirtschaften will: Es wachsen im Wald nicht nur nützliche Bäume aus gutem Holz. Genauso wenig wachsen die Bäume ohne eine eingreifende Hand auf gerade Art und Weise, wie es bei einer Kommerzialisierung erwünscht ist.<br />
Ziel ist es möglichst viele „Bäume der Zukunft“- vielversprechende Baumsprösslinge, die sowohl gerade gewachsen sind, als auch der gewünschten Baumsorte entsprechen-  zu erhalten. Um dies zu erreichen rät Paul Borsy zu einer Inventur des Waldbestandes, bei der die Bäume der Zukunft genauso wie die erntereifen Bäume, als auch die störenden Bäume aufgenommen und gezählt werden. Einer besseren Übersichtlichkeit zu Liebe, können die Bäume der Zukunft auch mit einem Band gekennzeichnet werden, bevor sie gepflegt und freigestellt werden. Im Optimalfall sollten diese Bäume beim Zeitpunkt der Ernte „einer nützlichen bzw. gewünschten Spezies angehören, gesund  mit schöner Baumkrone und außerdem gerade gewachsen mit wenigen Zweigen unterhalb der Baumkrone sein“ beschreibt Paul Borsy. „Zweigeteilte, beschädigte oder schräggewachsene Bäume, solche mit vielen Zweigen oder die auf einem schlechten Untergrund wachsen, sind diejenigen, die getrost entnommen werden können, bevor sie weiter in die falsche Richtung wachsen“, erklärt er weiter.<br />
Oft sind diese schräg gewachsenen oder krummen Bäume dafür verantwortlich, dass die gekennzeichneten Bäume der Zukunft sehr langsam wachsen, weil ihre krummen Nachbarn ihnen Licht, Wasser und Nährstoffe wegnehmen.<br />
Es muss eine Auswahl getroffen werden, welche Bäume abgeholzt werden können oder müssen, ohne dass das Gleichgewicht des Waldes dabei zerstört wird. Werden jedoch die Lichtungen zu groß gemacht, wachsen die jungen Sprösslinge in die Breite und nicht wie erwünscht in die Höhe. „ Den Wald zu managen ist eine Kunst, wobei der Wald so gelichtet werden muss, dass das Wachstum der kleinen Bäume stimuliert wird, aber nicht so weit, dass das Gleichgewicht durcheinander gebracht wird oder die Bäume in die Breite wachsen&#8221;, erklärt der Forstexperte der GTZ in Paraguay.<br />
Manche krumm gewachsene Edelhölzer sollte man jedoch nicht sofort aus dem Wald entfernen, weil sich noch nicht genügend Jungbäume der selben Sorte gebildet haben und der Baum noch als Samenspender für neue Bäume fungieren muss. Um die Zukunft eines Waldes sichern zu können, braucht man zumindest 200 Zukunftsbäume pro Hektar. Wenn in einigen Teilen des Waldes diese ausbleiben oder fehlen, ist es zu empfehlen, an diesen Stellen Bäume zu pflanzen. Auch Lichtungen, die durch das Fällen eines Baumes entstehen, in denen keine natürliche Regeneration stattfindet, müssen so schnell wie möglich manuell geschlossen werden. Die beste Vorgehensweise in diesem Fall verspricht nach Ansicht des Forstexperten eine von Osten nach Westen auf einer Linie verlaufende Anpflanzung. Dadurch wird die Pflege  vereinfacht und der Baum kann aufgrund der Anordnung mehr Sonnenstunden geniessen.<br />
Es gibt drei Möglichkeiten wie neue Baumsprösslinge gewonnen werden können: Sie können in einer Baumschule erworben, in der eigenen Baumschule gezogen oder an anderer Stelle entnommen und umgepflanzt werden. Bei der letzten Möglichkeit ist es wichtig, dass die Wurzeln nicht beschädigt werden, deswegen wird der Baum mit samt der sich darum befindenden Erde mit einem Spaten ausgegraben und umgesetzt. An einheimischen Sorten eignen sich vor allem tajy, kurupa´y, cedro, yvyra, pyta, yvyra´ro, cancharana, kupa´y, guatambú für trockene Böden. In feuchten Böden gedeihen beispielsweise cancharana, timbó besonders gut.<br />
Das Ziel ist es, dass die Lücken, die gefällte Bäume hinterlassen, sehr schnell von nachwachsenden jungen Bäumen geschlossen werden. Wird der Wald zu sehr gelichtet, kann Unkraut sich breit machen oder auch Wind und Sonne den aus dem Gleichgewicht gebrachten Wald negativ beeinflussen. Ein dichter Wald hindert außerdem Kühe daran einzutreten und die kleinen Sprösslinge zu fressen.<br />
Zusätzlich zur Entfernung störender Bäume, müssen die Bäume der Zukunft gepflegt werden: Oft sind sie so Lianenbehangen, dass das Gewicht der lästigen Pflanzen sie am Wachsen hindert. Vor allem wenn sie klein sind, können Unkraut und Wildgewächse ihr Wachstum hemmen oder sie ganz eingehen lassen. Um ein möglichst großes und gleichmässig gewachsenes Stück Stamm bei der Ernte zu erhalten, kann man die unten seitlich wachsenden Äste absägen. Hierbei ist wichtig, dass keine Äste entfernt werden, die einen Durchmesser größer als 4 cm haben, erklärt Paul Borsy. Ist die dem Baum zugefügte Wunde zu groß, schließt sie sich nur schlecht und erhöht dadurch die Möglichkeit, dass Pilze in den Stamm eindringen.<br />
In den ersten Jahren der Umwandlung eines Naturwaldes in einen auf natürliche Art und Weise bewirtschafteten Wald, müssen einige Anstrengungen unternommen werden. Es müssen Pfade geschaffen werden, die einen Zugang zu den Bäumen erlauben, genauso wie auch Transportwege, die breit genug sind, um Holz abzutransportieren. Nur auf diese Art und Weise kann gleichmässig über den Wald verteilt Holz entnommen werden.<br />
Bei der Ernte ist es wichtig, dass die grossen Bäume vorsichtig gefällt werden, damit die Bäume der Zukunft nicht beschädigt werden. Durch eine bestimmte Art des Fällens kann man die Richtung des Falles des Baumes genau bestimmen. Den ersten Einschnitt in den Baum macht man auf der Seite, in die der Baum fallen soll in Form eines nicht besonders tiefen Vs ungefähr 30 cm über dem Boden. Der zweite Einschnitt erfolgt von der anderen Seite ein Stückchen tiefer als der erste. Man schneidet so lange ins Holz, bis zwischen den beiden Einschnitten nur noch ein Zehntel des Stammes übrig bleibt. Dieses Stück funktioniert wie ein Scharnier, das die  Fallrichtung bestimmt. Mit der Axt schlägt man den Baum anschließend auf der Seite des zweiten Einschnittes ein.</p>
<p><strong>Falls Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, steht Ihnen das nachfolgende Kontaktformular zur Verfügung:</strong></p>
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